Niederlande: Millionen Eier mit Insektizid verseucht

1. August 2017, 13:27
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Kein Hinweis, dass auch welche nach Österreich geliefert wurden

Den Haag – Die niederländischen Behörden haben Millionen mit einem Insektizid verseuchte Eier aus Supermärkten zurückrufen lassen. Der Verzehr der Eier mit dem Aufdruck X-NL-40155XX könne gesundheitsschädlich sein, warnte die Lebensmittelaufsichtsbehörde am Dienstag. Sie enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil.

Fipronil kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen, sagte eine Sprecherin der Lebensmittelbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Der Stoff sei auch in anderen Eiern gefunden worden, allerdings in einer niedrigeren Konzentration.

In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von zunächst sieben Geflügelbetrieben gefunden worden. Ein Unternehmen hatte es benutzt, um Läuse auf den Höfen zu bekämpfen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Daraufhin waren alle 180 Kunden des Schädlingsbekämpfungsunternehmens kontrolliert worden. Bisher wurde in den Eiern von 30 Geflügelbetrieben das schädliche Insektizid entdeckt.

In Nordrhein-Westfalen waren bereits am Sonntag fast 900.000 Eier zurückgerufen worden. Zuvor waren in einer Packstelle im Kreis Borken mit Fipronil belastete Eier gefunden worden. Laut AGES gibt bisher keinen Hinweis dafür, dass diese Eier und Ei-Produkte nach Österreich geliefert wurden. (APA, 1.8.2017)

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