Erbschaften fetten immer öfter Spendenkassen auf

1. August 2017, 12:08
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Immer mehr Vermögenswerte werden vererbt, gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen ohne Erben. Gemeinnützige Organisationen profitieren

Wien – In Österreich werden jährlich etwa 50 bis 55 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden für die gute Sache gegeben. Damit seien Erbschaften ein zentraler Faktor im Spendenaufkommen und in Zukunft von noch größerer Bedeutung, hieß es am Dienstag in einer Aussendung der Initiative "Vergissmeinnicht.at" des Fundraising Verbands.

Einerseits werden immer mehr Vermögenswerte vererbt und andererseits steigt die Zahl der Menschen ohne Erben. Laut einer Studie des Ökonomen Stefan Humer werde die Zahl der vererbten Vermögenswerte insgesamt bis 2030 auf 18,2 Milliarden Euro steigen. Mittlerweile können sich fast 15 Prozent der über 40-Jährigen vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, während es 2012 noch acht Prozent gewesen seien, schrieb der Fundraising Verband.

"Vergissmeinnicht.at" unterstützt gemeinsam mit 69 Mitgliederorganisationen, u. a. Caritas, WWF, Kindernothilfe Österreich und Österreichisches Rotes Kreuz, über die Möglichkeit, einen Teil des Nachlasses einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Die wichtigste Motivation für die Testamentsspender sei, dass die Unterstützung von Anliegen, die ihnen schon zu Lebzeiten wichtig waren, auch nach ihrem Tod sichergestellt werden. (APA, 1.8.2017)

  • Mittlerweile können sich fast 15 Prozent der über 40-Jährigen vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, während es 2012 noch acht Prozent gewesen sind.
    foto: hans wiedl/dpa

    Mittlerweile können sich fast 15 Prozent der über 40-Jährigen vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, während es 2012 noch acht Prozent gewesen sind.

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