Bullen-Coach Rose: "Von erster Minute an daran glauben"

1. August 2017, 10:58
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Salzburg droht in Rijeka nach 1:1 im zehnten CL-Anlauf das vorzeitige Aus – Steigerung nötig

Salzburg/Rijeka – Eine knifflige Aufgabe erwartet Red Bull Salzburg am Mittwoch (20.45 Uhr, live ORF 1) im Rückspiel der Champions-League-Quali bei Rijeka. Nach dem 1:1 im Hinspiel muss zumindest ein Tor her, um den Aufstieg zu schaffen. Dafür sind die Bullen zwar immer gut, Rijekas 8.000er-"Hexenkessel" ist aber eine kleine Festung. "Wir müssen von der ersten Minute daran glauben", sagte Coach Marco Rose.

Rijekas letzte Heimniederlage stammt vom 16. Juli 2015, ein 0:3 gegen Aberdeen in der zweiten Qualirunde der Europa League. In der vergangenen Saison feierte HNK im Stadion Rujevica 17 Ligasiege, remisierte einmal und kassierte nur acht Gegentreffer. Da war auch Ex-Austrianer Alexander Gorgon schon mit von der Partie, er wittert angesichts einer guten Ausgangslage die Chance. "Das sind die Spiele, für du als Profi lebst. Wir wollen es schaffen", meinte der Offensivmann, der am vergangenen Wochenende in der Liga gegen Istra ein Tor zum 2:0-Erfolg, dem fünften im sechsten Pflichtspiel der Saison, beisteuerte.

Hochmotiviert nach Kroatien

Salzburg brach nach zwei Unentschieden am Dienstag hochmotiviert nach Kroatien auf. Klar ist, dass eine Steigerung nötig sein wird. Sonst droht auch der zehnte CL-Anlauf der Bullen zu scheitern. "Wir müssen es gegen Rijeka besser machen", stellte Valon Berisha nach dem 1:1 gegen den LASK fest. Außenverteidiger Stefan Lainer: "Da müssen wir uns aufrappeln nach der kleinen Enttäuschung."

Das Team ließ zuletzt offensive Gefahr vermissen. "Wir sind im letzten Drittel nicht zwingend genug", monierte Trainer Rose, sprach von "fehlendem Tiefgang" und "mangelnder Passqualität im letzten Drittel". Ohne Auswärtstor in Rijeka würden die CL-Lichter aber ausgehen. Rose muss mit einem kompakten Abwehrriegel des Gegners rechnen: "Die Ausgangssituation ist so, dass wir ein Tor brauchen. Das könnte bedeuten, dass Rijeka im Rückspiel noch mehr als schon in Salzburg auf Umschaltspiel setzen wird."

Dichte Atmosphäre

Dazu komme eine dichte Atmosphäre, mit der Roses junge Mannschaft zurechtkommen muss. "Für uns gilt es, in einem Stadion zu bestehen, in dem 6.000 Fans eine Stimmung wie 60.000 machen werden. Da ist es wichtig, von der ersten Minute an daran zu glauben, dass wir dort bestehen können. Das wollen wir nicht nur sagen, sondern von Beginn an zeigen." Immerhin sind die Salzburger unter Rose als Coach noch ungeschlagen sind (4 Siege, 2 Unentschieden, Torverhältnis 17:2).

"Wir wissen, dass uns ein schwieriger Gegner und eine heiße Atmosphäre erwarten", meinte Duje Caleta-Car, selbst Kroate. "Aber wir glauben an unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten, und wir brauchen ein optimales Spiel, um in die nächste Runde zu kommen." Für die Salzburger wäre es auch eine Art Revanche: Im Vorjahr kickte der von Rijeka heuer entthronte Großklub Dinamo Zagreb die Bullen in der Nachspielzeit des Rückspiels im Playoff aus dem Bewerb.

Rose kann wieder auf Reinhold Yabo zurückgreifen, der gegen den LASK mit einer Knöchelblessur fehlte. Nicht dabei sind der wohl noch zwei Wochen verletzte, abwanderungswillige Valentino Lazaro sowie Stefan Stangl und Marc Rzatkowski, die mit muskulären Problemen zu Hause blieben. (APA, 1.8.2017)

Champions-League-Qualifikation, 3. Runde, Rückspiel, Mittwoch

HNK Rijeka – Red Bull Salzburg
Stadion Rujevica, 20.45 Uhr, live ORF 1, SR Hüseyin Göcek (TUR)

Mögliche Aufstellungen:

Rijeka: Sluga – Ristovski, Zuparic, Elez, Vesovic – Kvrzic, Bradaric, Misic, Gorgon – Heber, Jelic

Ersatz: Prskalo – Puncec, Zuta, Matei, Crnic, Males, Dokovic, Gavranovic

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Yabo, Samassekou, Minamino, V. Berisha – Dabbur, Hwang

Ersatz: Stankovic – Pongracic, Igor, Farkas, Leitgeb, Haidara, Gulbrandsen, Wolf

Es fehlen: Lazaro, Schlager (beide Sprunggelenk), Tetteh (Knie), Atanga (Mittelfuß), Rzatkowski (muskuläre Probleme), Stangl (Muskelfaserriss)

Hinspiel 1:1, der Aufsteiger steht im Quali-Playoff (Spieltermine 15./16. und 22./23. August, Auslosung am Freitag, 12 Uhr), der Verlierer im Playoff der Europa-League-Qualifikation (Spieltermine 17. und 24. August, Auslosung am Freitag, 13 Uhr).

  • Im Hinspiel: Andreas Ulmer (li.) gegen Zoran Kvrzic.
    foto: apa/krug

    Im Hinspiel: Andreas Ulmer (li.) gegen Zoran Kvrzic.

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