Überschwemmungen in Westindien: Mehr als 230 Tote

    31. Juli 2017, 16:00
    1 Posting

    Zahl der Todesopfer deutlich gestiegen – Landesweit seit Juni schon rund 650 Menschen durch Folgen der Monsunzeit gestorben

    Ahmedabat – Bei Überschwemmungen im Westen Indiens ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 230 gestiegen. Im besonders stark betroffenen Bundesstaat Gujarat kamen bisher 213 Menschen in der diesjährigen Monsunzeit ums Leben, wie ein Sprecher der örtlichen Katastrophenschutzbehörde am Montag mitteilte.

    foto: ap/rajesh kumar singh
    Straßen in Allahabad stehen unter Wasser.

    Bis zum Wochenende waren es 142 Todesopfer gewesen. Die Zahl stieg dem Sprecher zufolge so deutlich, weil bei gesunkenem Wasserstand mehr Leichen entdeckt wurden und Helfer abgelegene Gegenden erreicht hatten. Einige Dörfer standen weiter unter Wasser. Etwa 113.000 Menschen mussten in Gujarat ihre Häuser verlassen.

    foto: apa/afp/dibyangshu sarkar
    Ein Mädchen bahnt sich mit Containern im Bezirk Howrah ihren Weg durch die Fluten.

    Hunderte Tote in Monsunzeit

    Im benachbarten Bundesstaat Rajasthan waren es der dortigen Katastrophenschutzbehörde zufolge 18 Tote. Insgesamt starben seit Beginn der Monsunzeit nach offiziellen Zahlen mehr als 650 Menschen landesweit an den Folgen der Unwetter. Betroffen waren elf Bundesstaaten.

    Die Monsunzeit dauert in Indien von Juni bis September. Die Regenfälle sind für die Landwirtschaft sehr wichtig, verursachen aber häufig auch Überschwemmungen und Erdrutsche. Jedes Jahr sterben dabei Hunderte Menschen.

    Share if you care.