Kim Dotcom bekommt Teil seines Vermögens wieder

    31. Juli 2017, 14:01
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    Teil seines Geldes und mehrere Container mit Eigentum von Hongkonger Gericht freigegeben

    Vor der Stilllegung seines Filehosting-Dienstes Megaupload lebte Kim Dotcom (bürgerlich: Kim Schmitz) in Neuseeland auf großem Fuß. Er verfügte über eine opulente Villa, mehrere Luxusautos, vier Jetskis und allerlei andere teure Gerätschaften sowie Millionen Dollar an Geldvermögen.

    Im Rahmen der behördlichen Verfolgung wurde ein großer Teil seines Eigentums beschlagnahmt. Nachdem er den Rest seines Eigentums an Frau und Kinder übertragen hatte, erklärte er 2014 gar, "offiziell pleite" zu sein. Seitdem hat sich einiges bewegt und Dotcom hat die Gründung mehrerer Online-Plattformen angekündigt. Nun gibt es gute Nachrichten für ihn aus Hongkong. Dort hat das Höchstgericht nun einen Teil seines Hab und Guts freigegeben.

    Vier Container und Geld

    Laut eigener Aussage erhält er Geld in nicht näher genannter Höhe. Zudem werden ihm vier mit seinem Eigentum gefüllte Container zugestellt. Details will man allerdings nicht nennen, ehe eine schriftliche Verfügung des Gerichts vorliegt, berichtet Ars Technica.

    Dotcom plant zudem einen Umzug. Aus Auckland, der Metropole auf der Nordinsel Neuseelands, geht es in den Binnenort Queenstown im Süden. Dort seien seine Kinder "umgeben von schönen Bergen und Seen, statt von Spionen", so der umstrittene Unternehmer auf Twitter. Hintergrund für diese Anspielung ist auch, dass er vom neuseeländischen Government Communications Security Bureau (GCSB) illegalerweise zwei Monate länger bespitzelt worden war, als ursprünglich eingestanden worden war.

    Neue Dienste angekündigt

    Mit Bitcontent und Bitcache hat Dotcom vor einigen Monaten neue Online-Unternehmungen angekündigt. Ersteres soll ein Handelsportal werden, auf dem Nutzer Inhalte hochladen und zu einem beliebigen Preis – Kryptowährungen inklusive – verkaufen können. Mit Bitcache wiederum soll ein Zahlungsdienst entstehen, mit welchem Bitcoins "den Massenmarkt" erobern sollen. Online ist noch keines der Angebote.

    Nach wie vor ist die Megaupload-Affäre für den gebürtigen Deutschen nicht ausgestanden. Zuletzt erlaubte das oberste Gericht Neuseelands eine Auslieferung Dotcoms an die USA. Allerdings nicht wegen Urheberrechtsverstößen, sondern Betrug. Dotcoms Anwälte sind in Berufung gegangen. (red, 31.07.2017)

    • Geld sowie vier Container mit allerlei Habseligkeiten erhält Kim Dotcom aufgrund eines Hongkonger Richterspruchs.
      foto: reuters

      Geld sowie vier Container mit allerlei Habseligkeiten erhält Kim Dotcom aufgrund eines Hongkonger Richterspruchs.

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