Staatsanwaltschaft ermittelt bei Plasser & Theurer

    30. Juli 2017, 10:45
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    "profil": Verdacht auf Wirtschaftsspionage gegen Konkurrenten System 7

    Wien/Linz – Das Linzer Traditionsunternehmen Plasser & Theurer (PT) steht im Zentrum von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Krems wegen des Verdachts auf Betrug und der Wirtschaftsspionage. Ermittelt werde seit 2016 gegen 13 Beschuldigte, schreibt das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe – darunter der Industrielle Josef Theurer und sein Enkel Johannes Max-Theurer.

    Der Vorwurf: Der Sicherheitsberater der Deutsche Plasser Bahnbaumaschinen GmbH soll mit einer Gruppe privater "Ermittler" in den Jahren 2014 und 2015 den österreichischen Konkurrenten System 7 Railsupport GmbH (S7) ausspioniert haben. Der Mann habe nach einem Zerwürfnis mit seinem Auftraggeber Anfang 2016 in Österreich Selbstanzeige erstattet, heißt es in dem Bericht.

    Die Anwälte der Familie Theurer betonten in einer Stellungnahme an "profil", dass Josef Theurer und Johannes Max-Theurer über Art und Umfang der Leistungen des Sicherheitsberaters für die Deutsche Plasser zu keinem Zeitpunkt informiert gewesen seien.

    Plasser & Theurer führt seit 2016 in Linz ein Privatanklageverfahren gegen die Gründer von System 7, zwei ehemalige PT-Ingenieure. Sie sollen, so der Vorwurf, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse mit in die Selbstständigkeit genommen haben – was S7-Anwalt Gerold Wietrzyk entschieden zurückweist. (APA, 30.7.2017)

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