GE-Chef Immelt an Spitzenjob bei Uber interessiert

    30. Juli 2017, 10:42
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    Laut Medien: Scheidender Chef von General Electric bewirbt sich um Nachfolge von Travis Kalanick

    Der scheidende Chef des Mischkonzerns General Electric, Jeffrey Immelt, könnte laut einem Medienbericht die Spitze beim skandalgeschüttelten Fahrdienst-Vermittler Uber übernehmen. Immelt habe sich mit Uber getroffen und Interesse an dem Job bekundet, schrieb das "Wall Street Journal" am Wochenende unter Berufung auf informierte Personen.

    Auch der Finanzdienst Bloomberg berichtete, der 61-Jährige sei unter den Kandidaten für die Nachfolge des Uber-Mitgründers Travis Kalanick. Immelt gibt die Führung bei General Electric zum 1. August ab.

    Kalanick beugte sich Druck der Investoren

    Kalanick verließ den Chefposten unter massivem Druck der Investoren, nachdem eine Untersuchung zu Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung schwere Mängel aufgedeckt hatte. Er ist weiterhin Mitglied im Verwaltungsrat und hat dank Aktien mit mehr Stimmrechten weiterhin viel Entscheidungsmacht. Das hat in den vergangenen Wochen die Suche nach einem neuen Chef komplizierter gemacht.

    Außerdem will laut Medienberichten der japanische Technologiekonzern Softbank mit einem milliardenschweren Anteil bei Uber einsteigen. Das könne das Kräfteverhältnis zwischen Befürwortern und Kritikern Kalanicks beeinflussen – und noch unklar sei, in welche Richtung, schrieb das "Wall Street Journal".

    Weitere Kandidaten

    Die wochenlangen Spekulationen über Kandidaten für den Uber-Chefposten zwangen zuletzt die Chefin des Computerkonzerns Hewlett-Packard Enterprise, Meg Whitman, zu einem seltenen Dementi. Sie werde an der Spitze von HPE bleiben, schrieb die frühere Chefin der Handelsplattform eBay bei Twitter. Sie war als eine der Kandidaten bei Uber gehandelt worden.

    Außerdem soll Uber laut Medienberichten einen weiteren ehemaligen eBay-Chef, John Donahoe, angesprochen haben, sowie den früheren Disney-Topmanager Thomas Staggs, der lange als Kronprinz bei dem Unterhaltungskonzern galt, bis der aktuelle Spitzenmann Robert Iger länger blieb als geplant. (APA, 30.07.2017)

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