Pensionen: Antrittsalter stagniert bei 60 Jahren und drei Monaten

30. Juli 2017, 09:27
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Zahl der Neuzugänge steigt im ersten Halbjahr – Bundeszuschuss aber noch deutlicher unter Budgetvoranschlag als bisher prognostiziert

Wien – Das Pensionsantrittsalter stagniert bei 60 Jahren und drei Monaten, die Zahl der Neuzugänge ins Pensionssystem steigt. Der Zuschuss des Bundes zum Pensionssystem wird aber noch deutlicher als bisher prognostiziert unter dem Budgetvoranschlag bleiben. Das geht aus den Zahlen des Sozialministeriums für das erste Halbjahr hervor, die der APA vorliegen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen rund 42.200 Personen in Pension. Das sind um rund 1.400 oder 3,3 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016. Ihr durchschnittliches Antrittsalter betrug 60 Jahre und 3 Monate (Männer 61 Jahre und 3 Monate, Frauen 59 Jahre und 4 Monate). Damit liegt der Wert gleichauf mit dem ersten Halbjahr 2016, nachdem er in den Jahren davor noch gestiegen war. 2015 war das durchschnittliche Antrittsalter bei 59 Jahren und acht Monaten gelegen, wobei allerdings zu beachten war, dass die früheren Invaliditätspensionisten nunmehr als Rehageld-Bezieher aus der Statistik fielen, was automatisch zu einem gewissen Anstieg führte.

Von den 42.200 Neupensionisten ging die überwiegende Mehrheit (rund 34.000) in eine Alterspension (d.h. Regelalterspension, vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer, Langzeitversichertenregelung, Korridorpension oder Schwerarbeitspension). Das Antrittsalter betrug bei dieser Personengruppe 61 Jahre und 7 Monate (Männer 63 Jahre und 5 Monate, Frauen 60 Jahre und 4 Monate) und blieb damit ebenfalls unverändert gegenüber dem ersten Halbjahr 2016.

Weniger Invaliditätspensionen

Rund 8.200 Personen gingen im ersten Halbjahr 2017 in eine Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitspension. Das sind um rund ein Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2016. Bei diesen Zahlen wurden – wie üblich – nur erstmalige Neuzuerkennungen (Fälle, die noch keine Pension bezogen haben, auch wenn dazwischen Unterbrechungen waren) gezählt .

Ihr durchschnittliches Antrittsalter betrug 54 Jahre und 6 Monate (Männer 55 Jahre und 6 Monate, Frauen 52 Jahre und 9 Monate). Dieser Wert liegt um rund acht Monate unter dem Wert aus dem ersten Halbjahr 2016. Dies ist auch durch die Übernahme von Personen aus der Rehabilitation (Reha-Geld), die in diesem Fällen nicht länger zweckmäßig ist, in eine unbefristete Pension zu erklären, diese senken das Antrittsalter geringfügig.

Der Bundeszuschuss zu den Pensionen soll nun heuer noch deutlicher unter dem Budgetvoranschlag liegen als bisher angenommen. Im Frühjahr war noch prognostiziert worden, dass der Voranschlag um 527 Millionen Euro unterschritten wird, die aktuelle Prognose geht bereits von 643 Mio. Euro aus. Das Sozialministerium begründet diese positive Entwicklung einerseits mit den eingeleiteten Maßnahmen, andererseits aber auch mit der günstigen Wirtschaftsentwicklung, wodurch bei steigender Beschäftigung auch die Beitragseinnahmen wachsen. (APA, 30.7.2017)

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