Im Schlussspurt zum Sieg gegen Georgien

29. Juli 2017, 18:35
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Basketball-Nationalteam gewinnt dank 17:0-Lauf im Schlussviertel. Jakob Pöltl zeigt mit 22 Punkten, warum er NBA-Spieler ist. Die WM-Vorquali kann kommen

Oberwart/Wien – Viel Licht, aber auch ein wenig Schatten bei Österreichs Basketball-Herren: Im letzten Testspiel vor dem Start in die WM-Vorqualifikation gab es einen Sieg gegen Georgien 87:77 (46:47 ). Jakob Pöltl (22) und Rasid Mahalbasic (19) waren in Oberwart die Top-Scorer.

Nach dem schwachen Auftritt in Bosnien-Herzegowina (52:70) wurde gegen Georgien deutlich intensiver verteidigt und auch deutlich besser geworfen. Dass bei den Gästen Zaza Pachulia von NBA-Champion Golden State Warriors fehlte, war im Kampf um die Hohheit in unter dem Korb aber deutlich zu spüren. Da gab es wenig Gegenwehr.

Teamchef Kestutis Kemzura bietet im finalen Test wie zuletzt am Mittwoch in Sarajevo MoritzLanegger, Thomas Klepeisz, Marvin Ogunsipe, Rasid Mahalbasi und Jakob Pöltl als Starter auf. Nach einem schwachen ersten Viertel (20:28) kämpften sich die ÖBV-Herren im zweiten Abschnitt heran, profitierten aber auch von vielen unnötigen Fouls der Georgier. Im dritten Viertel kam Österreich verschlafen aus der Garderobe und lag sogleich wieder mit bis zu zehn Punkten im Rückstand. Die Georgier bekamen viel zu oft, meilenweit freie Würfe. Kemzura rotierte viel, brachte bereits in der ersten Halbzeit zehn Spieler zum Einsatz und wurde in den Time-Outs auch öfter laut. Der Litauer schaut sich genau an, wer ihm in der WM-Vorquali gegen Albanien und die Niederlande auf dem Feld zu Siegen verhelfen kann. Ganz sicher ein Gewinn für das Nationalteam ist Neuling Bryce Douvier. Der in Salzburg geborene 25-jährige Flügelspieler ist der Sohn des früheren Österreich-Legionärs Randy Douvier und ein Spielertyp den das ÖBV-Team braucht: Athletisch, solider Mitteldistanz-Wurf, viel Energie am Rebound. Mit 15 Punkten fiel er gegen Georgien erneut positiv auf.

In der Offensive wurde die Chance konsequent unter dem Korb in Post-up-Situationen gesucht. Rasid Mahalbasic hatte den Ball viel in Händen, fand aber auch immer wieder den freien Mitspieler, wenn er gedoppelt wurde. Der Deutschland-Legionär, der in der neuen Saison für Oldenburg in der BBL spielen wird, kam wie auch Spanien-Legionär Thomas Schreiner auf sieben Assists. Im letzten Viertel ging den Georgiern gewaltig die Luft aus, Österreich steigerte die Trefferquote und dominierte am Rebound.

"Wir finden immer besser zusammen. So wird vieles einfacher", sagte Jakob Pöltl, der zehn seiner 22 Punkte gegen Ende der Partie erzielte.

Die WM-Vorqualifikation starte für Österreich am Mittwoch (19.00 Uhr, ORF Sport + live). Im ersten Spiel der Gruppe B geht es in Tirana gegen Albanien. Am Samstag (19.30 Uhr, ORF Sport + live) steigt im Multiversum Schwechat das Heimspiel gegen die Niederlande. (Florian Vetter, 29.7.2017)

Testspiel in Oberwart

Österreich – Georgien 87:77 (46:47)

Für Österreich: Pöltl 22 (10/12, 2/3, 6 Reb), Mahalbasic 19 (7 Ass), Douvier 15, Klepeisz 11,Ogunsipe 6, Lamesic 4, Danek 3, Schreiner 3 (7 Ass), Lanegger 2, Rados 2; DNP: Güttl, Krämer.

  • Jakob Pöltl ist unter dem Korb nur schwer zu halten.
    foto: apa/hochmuth

    Jakob Pöltl ist unter dem Korb nur schwer zu halten.

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