Der LASK stibitzt einen Punkt in Salzburg

29. Juli 2017, 17:48
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Der Meister läuft gegen den solide verteidigenden Aufsteiger zu uninspiriert an und muss sich mit einem 1:1 begnügen

Wals-Siezenheim – Red Bull Salzburg ist keine erfolgreiche Generalprobe für das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Rijeka gelungen. Der Meister musste sich am Samstag vor eigenem Publikum gegen den LASK mit einem 1:1 begnügen und hält damit nach zwei Runden in der Fußball-Bundesliga so wie der Aufsteiger bei vier Punkten.

Hwang Hee-chan brachte die Bullen in der 42. Minute in Führung, Christian Ramsebner gelang in der 56. Minute der Ausgleich für die Gäste, die damit als erst zweites Bundesliga-Team in diesem Jahr in Wals-Siezenheim punkteten und seit vergangenem Oktober nur zwei Pflichtspiele verloren haben.

Salzburg-Coach Marco Rose veränderte seine Startformation im Vergleich zum Heim-1:1 am Mittwoch gegen Rijeka an fünf Positionen. Die neu formierte Mannschaft tat sich gegen den tief stehenden Gegner von Beginn an schwer und suchte zunächst vergeblich nach Räumen für flüssige Kombinationen.

Daher gab es lange Zeit nur Halbchancen: In der 27. Minute zog ein Schuss von Hannes Wolf vom Sechzehner am langen Eck vorbei, zwölf Minuten später verfehlte ein Volley von Wolf nach Flanke von Stefan Lainer relativ klar sein Ziel.

Herrliche Führung, Ausgleich aus Standard

Erst in der 42. Minute fanden die Gastgeber erstmals eine echte Lücke in der Linzer Abwehr – und nützten sie auf sehenswerte Art und Weise. Hwang leitete den Angriff ein, Wolf und dann Fredrik Gulbrandsen gaben direkt weiter und Hwang schloss zum 1:0 ab.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich vorerst nichts an der Charakteristik der Partie. Der LASK überließ den Salzburgern das Spiel und setzte alle Hoffnungen auf Konter und Standard-Situationen. Zielführende schnelle Gegenstöße gelangen den Oberösterreichern nicht, das Spekulieren auf die eigene Stärke bei ruhenden Bällen sollte sich aber bezahlt machen. In der 56. Minute zirkelte Alexander Riemann einen Eckball zur Mitte und Ramsebner beförderte den Ball vom kurzen Fünfereck mit dem Hinterkopf ins lange Eck. Damit hat der LASK drei seiner vier Saisontore aus Standards erzielt.

Kaum Salzburger Chancen nach der Pause

Danach versuchten die Salzburger mit untauglichen Mitteln, doch noch den Sieg zu erzwingen. Allerdings liefen sich die Gastgeber mit ihren zumeist über das Zentrum vorgetragenen Angriffen regelmäßig an der LASK-Defensive fest, halbwegs gefährlich wurde es trotz beinahe 70 Prozent Ballbesitz zugunsten des Meisters nur bei einem verunglückten Drehschuss von Wolf wenige Meter vor dem Tor (64.).

Daher blieb es beim zweiten Punkteverlust der Salzburger im elften Liga-Heimmatch in diesem Jahr. Um die Chance auf die erstmalige Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase zu wahren, benötigt Österreichs Serienmeister am Mittwoch in Rijeka eine deutliche Steigerung. (APA, red – 29.7. 2017)

Fußball-Bundesliga – 2. Runde:
Red Bull Salzburg – LASK Endstand 1:1 (1:0). Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 10.127, SR Weinberger.

Tore: 1:0 (42.) Hwang, 1:1 (56.) Ramsebner

Salzburg: Walke – Lainer, Caleta-Car, Pongracic, Stangl – Haidara, Samassekou, Wolf (83. C. Leitgeb), Berisha – Hwang (73. Minamino), Gulbrandsen (68. Dabbur)

LASK: Pervan – Ramsebner, Trauner, Luckeneder – Ranftl, Goiginger (54. Erdogan), Holland, Michorl, Ullmann – Riemann (75. Reiter), Bruno (46. Gartler)

Gelbe Karten: Pongracic, Caleta-Car

Stimmen

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Wir wollten heute gewinnen, müssen aber jetzt mit dem Punkt leben. Wir haben zwar wenig zugelassen, hatten aber auch zu wenige zwingende Aktivitäten in Richtung gegnerisches Tor. Daher geht der Punkt in Ordnung. Im letzten Drittel waren wir nicht zwingend genug. Wir hatten zu wenig Tiefgang, zu wenig Bewegung in unserem Spiel. Aber die Einstellung der Mannschaft hat gepasst, sie war auch fleißig und hatte gute Situationen im Gegenpressing. Am Mittwoch in Rijeka haben wir eine große Aufgabe vor uns."

Oliver Glasner (LASK-Trainer): "Der Punkt tut uns richtig gut, denn es gelingt den wenigsten, hier anzuschreiben. Mit der ersten Hälfte bin ich nicht zufrieden. Wir sind zwar defensiv gut gestanden, waren gut organisiert, aber haben zu mutlos agiert. In der zweiten Hälfte haben wir es viel besser gemacht, haben Salzburg vom Sechzehner ferngehalten."

  • Der Salzburger Duje Caleta-Car wird von den Linzern Alexander Riemann und Bruno Felipe Souza Da Silva bedrängt.
    foto: apa/krugfoto

    Der Salzburger Duje Caleta-Car wird von den Linzern Alexander Riemann und Bruno Felipe Souza Da Silva bedrängt.

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