TÜV: Fast keine deutsche Firma ausreichend vor Hackern geschützt

29. Juli 2017, 16:52
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Prüfer beklagen fehlenden Sachverstand in den Chefetagen

Nur drei von hundert deutschen Unternehmen sind nach Einschätzung des TÜV ausreichend vor Hackerangriffen geschützt. Es sei "viel Zeit vergangen, in der zu wenig passiert ist", sagte Dirk Kretzschmar von der Computersparte des TÜV-Nord der "Welt am Sonntag", die über die Zahlen berichtete.

Nicht mal das Nötigste unternommen

Während Hacker immer professioneller würden, hätten viele Firmen nicht einmal das Nötigste unternommen, um sich zu verteidigen, kritisierte Kretzschmar.

Fehlendes Verständnis in Führungsetagen

Unternehmen sollten beispielsweise wissen, welche Dienstleistungen oder Geschäftsbereiche sie besonders schützen müssten und wie sie Angriffen besser vorbeugen könnten, sagte der Leiter der TÜV-Nord-Computersparte. "Leider haben viele Unternehmen bis heute keine Antwort darauf." Bis in viele Führungsetagen hinein fehle das Verständnis dafür, welche Gefahren durch das Internet und die damit verbundene Vernetzung drohten.

Jährlicher Schaden von 55 Milliarden Euro

Dem Branchenverband Bitkom zufolge verursachen Cyberangriffe in Deutschland jährlich einen Schaden in Höhe von 55 Milliarden Euro. Experten sehen vor allem die Vernetzung von Unternehmen mit Dienstleistern und Maschinenherstellern als Problem. "Das ist ein riesiges Einfallstor für Cyberangriffe", sagte Kretzschmar. (APA, 29.07.2017)

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  • Fast keine deutsche Firma ist ausreichend vor Hackern geschützt, beklagt der TÜV.
    foto: reuters/pempel

    Fast keine deutsche Firma ist ausreichend vor Hackern geschützt, beklagt der TÜV.

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