Austria peilt 100. Sieg gegen Sturm an

30. Juli 2017, 14:26
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Wiener müssen sich nach mäßigem Remis gegen Limassol steigern – Grazer bauen sich an guter Leistung gegen Fenerbahce auf

Wien/Graz – Es gibt ihn schon noch, den Männerfußball in Österreich. Zur Erinnerung: Vor einer Woche hat die Bundesliga begonnen, nun steht die zweite Runde an. Wobei die Frauen-EM schon einen gewissen Einfluss hat. Das für Sonntag um 16.30 Uhr geplante Spitzenspiel zwischen der Austria und Sturm Graz wurde um eine halbe Stunde vorverlegt, damit es dem Viertelfinale der Österreicherinnen nicht in die Quere kommt.

Beide Teams haben in der Europa League nicht gerade geglänzt, die Grazer unterlagen daheim Fenerbahce Istanbul 1:2, die Wiener Austria erreichte im Happel-Stadion gegen AEL Limassol, fast eine Macht auf Zypern, ein 0:0. Sie hat in drei Pflichtspielen – der Cup in Ebreichsdorf ging in die Verlängerung – noch kein Tor erzielt (Elferschießen exklusive), das sind 300 Minuten Leere.

Nichtsdestotrotz peilt Trainer Thorsten Fink spielerisch einen weiteren Schritt nach vorne an. Sturm-Coach Franco Foda rechnet sich Chancen auf den zweiten Sieg im zweiten Liga-Match aus. Das 3:2 gegen St. Pölten zum Auftakt und ein "über weite Strecken gutes Spiel" gegen Fenerbahce sollen für Sturm der Näherboden sein, auf dem am Sonntag der Erfolg sprießt.

Fink wollte am Donnerstag beim mageren 0:0 gegen Limassol in den letzten 20 Minuten eine Steigerung beobachtet haben. Insgesamt aber fehlt dem Vizemeister noch einiges auf die Stärke der Vorsaison. "Wir sind noch nicht in der Form, in der wir uns das vorstellen. Das sieht jeder", gab Fink zu. "Jeder weiß aber auch, dass wir das besser können", betonte Fink. Die Saison sei eben noch jung, anderen Teams gehe es ähnlich. "Der eine oder andere hat einfach noch nicht seinen Rhythmus."

Verzichten muss der Coach auf Rechtsvereidiger Jens Stryger Larsen, der gegen Limassol eine Adduktorenblessur erlitt, im EL-Rückspiel aber wieder fit sein dürfte. Für ihn werde David de Paula übernehmen. Auch ein, zwei weitere Änderungen in der Startelf seien denkbar. Einmal mehr fehlen wird Larry Kayode. Der Nigerianer, an dem mehrere Clubs Interesse bekundet haben sollen, sei derzeit "mental nicht bereit", wie Fink meinte.

Ein Erfolg über Sturm wäre für die Austria eine runde Sache. Dann nämlich feiert sie in der Geschichte der heimischen Meisterschaft den 100. Sieg gegen die Grazer – im 197. Duell (bisher 99 Siege, 47 Remis und 50 Niederlagen/363:232 Tore). (red, APA – 30.7. 2017)

Mögliche Aufstellungen:

Austria Wien – Sturm Graz (Sonntag, 16.00 Uhr/live ORF eins und Sky, Wien, Ernst Happel-Stadion, SR Hameter). Ergebnisse 2016/17: 1:2 (h), 0:2 (a), 1:1 (h), 0:0 (a)

Austria: Hadzikic – De Paula, Westermann, Filipovic, Martschinko – Serbest, Holzhauser – Tajouri, Grünwald, Pires – Friesenbichler

Ersatz: Pentz – Kadiri, Salamon, Cancola, Prokop, Monschein

Es fehlen: Larsen (Adduktoren), Almer, Venuto (beide nach Kreuzbandriss rekonvaleszent)

Sturm: Siebenhandl – Koch, Maresic, Lykogiannis, Potzmann – Jeggo, Lovric – Hierländer, Zulj, Röcher – Alar

Ersatz: Gratzei – Puchegger, Lema, Huspek, Schubert, Schmid, Wetl

Es fehlen: Zulechner (Zerrung im Sprunggelenk), Schulz (infizierter Insektenstich), Ovenstad (Schulter), Spendlhofer (Knieödem), Schoissengeyr (im Aufbautraining), Schmerböck (Gesäßmuskel), Filip (Knöchel)

  • Thorsten Fink kann mit dem Auftreten seiner Mannschaft bisher nur sehr bedingt zufrieden sein.
    foto: apa/hochmuth

    Thorsten Fink kann mit dem Auftreten seiner Mannschaft bisher nur sehr bedingt zufrieden sein.

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