Altachs Lauf soll in der Südstadt nicht enden

29. Juli 2017, 16:31
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Anreise der Vorarlberger zum Spiel gegen Admira verläuft holprig – Schmidt: "Ungeschlagen davonkommen"

Maria Enzersdorf – Mit dem Rückenwind vom jüngsten Europacup-Auftritt strebt der SCR Altach auch am Sonntag (18.30 Uhr) in der Fußball-Bundesliga ein Erfolgserlebnis an. Das 1:1 am Donnerstag bei Gent soll als Moralinjektion dienen, um im Auswärtsspiel gegen die Admira neuerlich Punkte einzufahren. Allerdings gestaltete sich die Rückreise aus Belgien alles andere als reibungslos.

Die Altacher saßen wegen eines technischen Problems in der Nacht von Freitag auf Samstag ungewollt noch in Oostende fest. Das beeinträchtigte auch die Vorbereitung auf das Admira-Spiel. Die seit Wochen andauernde Doppelbelastung bereitet Trainer Klaus Schmidt aber kein Kopfzerbrechen. "Es war uns klar, dass die Europacup-Spiele Substanz kosten. Wir nehmen trotzdem das Psychologische mit, diese Erfolge werden uns sicher einen Push geben", meinte der Steirer.

Vorarlberger Rotation

Während die Admira erst ihr drittes Pflichtspiel in dieser Saison bestreitet, haben die Altacher schon sieben Partien in den Beinen. Daher sind für den Auftritt in der Südstadt einige Änderungen zu erwarten. "Die Burschen brennen auf ihre Einsätze. Wir werden sicher den einen oder anderen Spieler in die Mannschaft rotieren und dann hoffe ich, dass wir die nötige Frische haben, um ungeschlagen davonzukommen", sagte Schmidt.

Der Altach-Coach will das Positive aus Belgien mitnehmen. "Ich hoffe, dass uns das vernünftige Resultat einen weiteren Schritt, was die Einstellung und Mentalität betrifft, weiterhilft." Dass die Vorarlberger ihre bisher sieben Saisonpartien ohne Niederlagen überstanden, macht die Bewältigung der englischen Wochen laut Mittelfeldspieler Stefan Nutz leichter. "Dadurch wird so eine Doppelbelastung gleich viel einfacher, wenn man weiß, man hat einen Lauf, man muss nicht wirklich im Kopf um jeden Meter raufen."

Buric: Keine Panik

Auf eine weniger beeindruckende Bilanz in den jüngsten Partien muss die Admira zurückblicken. Saisonübergreifend setzte es zuletzt vier Niederlagen in Folge, der Auftakt ging mit einem 0:3 beim LASK in die Hose. Für Trainer Damir Buric besteht dennoch kein Grund zur Panik. "Wir haben in den letzten Tagen viel analysiert und miteinander gesprochen. Jetzt müssen wir den Erfolg mit Leidenschaft erzwingen", forderte der Kroate.

Die Altacher seien durch die Erfolge in den vergangenen Wochen gestärkt worden, ein Substanzverlust sei nicht zu erwarten. "Sie haben durch die Europa-League-Spiele viel Selbstvertrauen getankt und kommen mit breiter Brust. Und vor dem Rückspiel gegen Gent werden sie sicher nicht zurückstecken", erklärte Buric. Die Admira blieb gegen die Vorarlberger zuletzt viermal in Folge sieglos, will aber trotzdem nicht zulassen, dass den Altachern erstmals nach sieben erfolglosen Versuchen wieder einen Auswärtserfolg gelingt. (APA, 29.7. 2017)

Mögliche Aufstellungen:

FC Admira Wacker – SCR Altach (Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 19.00 Uhr, SR Harkam). Saisonergebnisse 2016/17: 1:2 (h), 0:2 (a), 1:1 (h), 0:0 (a)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Lackner, Toth – Sax, Knasmüllner, Starkl – Grozurek

Ersatz: Kuttin – Maranda, Holzmann, Kalajdzic, Posch, Schmidt, Jakolis, Spiridonovic

Es fehlen: Carbrera, Fischerauer (beide im Aufbautraining nach langwierigen Verletzungen)

Fraglich: Holzmann (Adduktorenprobleme)

Altach: Kobras – Sakic, Zwischenbrugger, Netzer, Schreiner – Dobras, Salomon, Gebauer, Piesinger, Ngamaleu – Aigner

Ersatz: Dmitrovic – Janeczek, Zech, Galvao, Grbic, S. Nutz, Müller

Es fehlen: Lienhart, Ngwat-Mahop (beide Muskelprobleme), Lukse (nach Schulter-OP), Prokopic (rekonvaleszent)

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