Autonomes Fahren: Teslas Model 3 mit radikal neuem Innendesign

    29. Juli 2017, 10:47
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    Beim Fahrzeug fehlt das Armaturenbrett, stattdessen wird nur ein Bildschirm eingesetzt

    Viel wurde rund um das Armaturenbrett von Teslas Model 3 gerätselt, bei der gestrigen Präsentation war der Innenraum des Fahrzeugs nun komplett zu sehen. Tatsächlich setzt der Konzern bei seinem Auto lediglich auf einen 15-Zoll-Touchscreen-Bildschirm in der Mitte des Fahrzeugs. Hinter dem Lenkrad sind keinerlei Messinstrumente zu finden – sämtliche Informationen sollen über das Display angezeigt werden.

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    "The Verge" hat die Präsentation des Model 3 zusammengeschnitten.

    Musk: Menschen können einfach Film schauen oder schlafen

    Bei der Präsentation des Fahrzeugs hatte CEO Elon Musk auch eine Begründung für die drastische Design-Entscheidung. So werden Autos in Zukunft immer mehr autonom unterwegs sein, weshalb kein Bedarf mehr an einem Armaturenbrett bestehe. Stattdessen könnte man sich laut Musk einfach einen Film ansehen oder schlafen. Auf Twitter hatte der CEO bereits im März das Design verteidigt und auf Nachfrage eines Users geantwortet, dass man bei einer Taxifahrt ja auch nicht aufs Tacho schaue.

    So sieht der Innenraum des Model 3 aus.

    Tödlicher Unfall im Juli 2016

    Teslas Fahrzeuge beherrschen schon länger einen selbstfahrenden Modus namens "Autopilot". Die Funktion zeigt durchaus vielversprechende Ansätze, im Juli 2016 verunglückte allerdings ein US-Amerikaner mit dem Elektrofahrzeug. Er hatte während der Fahrt Film geschaut und dabei übersehen, dass der autonome Modus einen weißen Anhänger nicht registriert hatte. Damals sprach Musk auf Twitter sein Beileid aus, wies aber auch darauf hin, dass sich der Autopilot ständig verbessere, man aber trotzdem jederzeit die Hand auf dem Lenkrad belassen solle.

    Viel Geduld für Model 3 nötig

    Beim Model 3 zeigt sich der Hersteller selbstbewusst, obwohl auch hier ein komplett autonomes Fahren noch sehr weit entfernt ist. Dem Markt sagt das Fahrzeug allerdings zu. 500.000 Vorbestellungen gibt es bereits für das Elektrofahrzeug. Mit einem Grundpreis von 35.000 Dollar will der Hersteller die breite Masse erobern. Interessierte müssen sich allerdings gedulden, im August will der Konzern 100 Wagen bauen und die Produktion bis März auf 20.000 Model 3 pro Monat hochschrauben. (red, 29.07.2017)

    • Bei Teslas Model 3 fehlt das Armaturenbrett. Stattdessen kommt einzig ein 15-Zoll-Touchscreen-Bildschirm zum Einsatz.
      foto: screenshot/webstandard

      Bei Teslas Model 3 fehlt das Armaturenbrett. Stattdessen kommt einzig ein 15-Zoll-Touchscreen-Bildschirm zum Einsatz.

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