EM-Kolumne: Heimkehr

Kolumne28. Juli 2017, 17:08
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Zurück in Wageningen – fast alles wie immer

Die Rückkehr von Rotterdam nach Wageningen ist fast schon wie eine Heimkehr. Im Hotel bekommt man zwar nicht dasselbe, aber doch das gleiche Zimmer. Für Abwechslung sorgt die andere Ausrichtung: Abendsonne statt Morgensonne. Und ein verstopfter statt eines durchlässigen Abflusses. Beim Frühstücksbuffet können die Positionen Rührei, Käse, Brot und Kaffee bereits fast blind angesteuert werden. Wenn das Besteck nicht auf dem Tisch liegt – kein Problem: Man weiß ja, wo man es findet. Auch der alte Aufzug ist schon liebgewonnen. Braucht halt ein bisschen länger.

Pommes, Pizza, Sushi – kulinarisch hat die Stadt alles zu bieten. Selbst ein Bankomat wurde im kleinen Wageningen schon entdeckt. Im großen Rotterdam war das eine ungleich schwierigere Aufgabe.

Zugegeben, die Rückkehr nach Wageningen war nicht wirklich eingeplant, der Heimflug war für Donnerstag gebucht. Aufenthalt verlängert – bis mindestens Montag. Es gibt eine Umbuchmöglichkeit. Andere Kollegen waren von vornherein optimistischer. Andere Kollegen "durften" zwischenzeitlich auch einen Abstecher nach Belgien machen. Ins mehr als 200 Kilometer entfernte Gent, wo am Donnerstagabend Altachs Fußballer in der Europa-League-Qualifikation ein 1:1 erreichten.

Da ist man doch froh, dass man im beschaulichen Wageningen bleiben kann. Auch weil es selbst nach knapp zwei Wochen noch Dinge zu entdecken gibt. An einem Hochhaus nahe dem Bahnhof Ede-Wageningen ist in großen Lettern das Wort "Huren?" zu lesen. Ein Bordell im beschaulichen Wageningen? Kann nicht sein. Ist auch nicht so. Huren ist das niederländische Wort für "Mieten". Alles gut in Wageningen. (Birgit Riezinger, 28.7.2017)

  • Mieten?

    Mieten?

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