Flippern in der Lederhose: "Alles Roger"

30. Juli 2017, 10:00
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Für die neue Ausgabe hat sich die Redaktion ins Zeug gelegt und eine pikante Story ans Licht gebracht

Die Miss Austria in Dessous ist nur eines von mehreren Gustostückerln, mit denen das neue Heft von "Alles roger" der freiheitlichen "Zur Zeit" Konkurrenz zu machen versucht. Um der rechten Sache einen ernsthaften Anstrich zu geben, gibt man sich aber nicht mit Andreas Mölzer und Walter Seledec zufrieden, sondern kann mit dem freiheitlichen Kolumnisten der "Kronen Zeitung", Tassilo Wallentin, dem erfolgreichen Ex-Politiker Peter Westenthaler und dem Ex-"Presse"-Chefredakteur Andreas Unterberger aufwarten. Der Höhepunkt dieser Nummer ist aber einem Kollegen von "Profil" gewidmet.

Schuld ist ein Flipper. Es ist nämlich so: Anlässlich der Eröffnung des Museums TerraTechnica – Jukebox & Pinball in der Excalibur City werden wir nun in jeder Ausgabe einen Prominenten mit Musikbox oder Flipper vorstellen. Wir beginnen - und alles andere wäre geradezu unverständlich – mit Christian Rainer, Chefredakteur und Herausgeber des Nachrichtenmagazins "profil". Um die Terra Technica nicht underdresst zu betreten, hat sich Rainer für diesen Anlass in Lederhose und weißes Hemd geworfen, geht es doch darum, ein intimes Bekenntnis abzulegen.

"Captain Fantastic and the brown dirt Cowboy"

Der Vollblutjournalist Rainer erfüllte sich 2016 einen lang gehegten Wunsch aus der Jugendzeit und legte sich einen Flipper zu. Und wie es bei ihm gar nicht anders sein konnte: Aber nicht irgendeinen, nein, es musste etwas ganz Besonderes sein, nämlich der "Captain Fantastic and the brown dirt Cowboy. Für den Captain Fantastic des "Profil" ist aber nur das Beste gut genug. Das Gerät mit der Seriennummer eins hat übrigens Superstar Elton John bei sich zu Hause stehen. Und nicht genug damit. Wenn ein Flipper aber zu dem extravaganten Christian Rainer passen soll, dann ist ein kleiner Skandal rund um das Sammlerstück natürlich herzlich willkommen. In den USA gab es einen Skandal um diese Serie, da sie wegen freizügiger Szenen auf dem Flipper zensuriert werden musste.

Was da zu sehen war, blieb der Vermutung der Leser überlassen, vielleicht war es ein brown dirt cowboy in Lederhose. Hauptsache ist, im Museum Terra Technica Jukebox & Pinball in der Excalibur-City wird man dann natürlich die unzensurierte Prototypscheibe des Flippers bewundern können. Wie man sich denken kann, sind solche Schätzchen natürlich nicht an jeder Ecke zu kaufen. Dafür gibt es eine Adresse, und der Adressat ist nicht nur - Überraschung, Überraschung! – mit Excalibur-City-Boss Ronnie Seunig gut befreundet, auch mit Christian Rainer gibt's eine langjährige Verbundenheit. Und da Ronnie Seunig zufällig der Herausgeber von "Alles roger" ist, ist es dieser Verbundenheit von Herausgeber zu Herausgeber geschuldet, dass der Medienprofi nun in seinem Zweitwohnsitz am Traunsee flippern kann, soviel es ihn gelüstet. In der Lederhose.

"Lustknaben" und ekelhafte Illustrationen

Während der eine flippern kann, soviel es ihn gelüstet, macht sich der andere, Andreas Unterberger, in seiner "Alles roger"-Kolumne schwere Sorgen, die "Ehe für alle", wie sie in Deutschland beschlossen wurde, könnte auch auf Österreich überschwappen. Ihm kann man nichts vormachen. Die einzige Begründung, die man zu hören bekommt, warum eine solche homosexuelle Ehe dennoch gleichgestellt werden soll, ist eine besonders verlogene. Sie lautet: Da es gut sei, wenn Menschen liebevoll füreinander sorgen, müsse das der Staat auch fördern. Wie etwa zwischen Geschwistern – wenn zum Beispiel eine Schwester ihren Bruder liebevoll betreut, die aber nach dessen Tod keinen Cent Witwenpension bekommt (zum Unterschied von einem schwulen Lustknaben, der, auch wenn er sich überhaupt nicht um seinen krank gewordenen Partner kümmert, nach dessen Tod Witwenpensionen bezieht).

Noch schlimmer. Persönliche Beobachtungen zeigen eine auffallende Anzahl junger Asiaten, die von älteren Männern für ihre sexuellen Wünsche – pardon: für ihre Liebe – importiert worden sind. Ihnen müssen dann die ohnedies leeren Pensionskassen nach Tod des Älteren lebenslang eine Pension zahlen, für die nie etwas eingezahlt worden ist.

Dass schwule Lustknaben und ein persönlich beobachteter sexuell motivierter Asiatenimport die heimischen Pensionskassen leeren, gehörte doch endlich einmal enthüllt. Wirklich ekelhaft hingegen ist, dass die Kolumne von zwei Hundepärchen, als Braut und Bräutigam kostümiert, illustriert wurde. (Günter Traxler, 30.7.2017)

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