Menschenrechtler kritisieren Libyen-Pläne Italiens und Frankreichs

28. Juli 2017, 14:56
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Human Rights Watch: Bürgerkriegsland könnte zu Falle für Flüchtlinge werden

Mailand/Wien – Angesichts der jüngsten Pläne Italiens und Frankreichs in Libyen hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) davor gewarnt, das nordafrikanische Bürgerkriegsland könnte zur Falle für Flüchtlinge werden. "Eine italienische Seeblockade kombiniert mit französischen Bearbeitungszentren auf libyschem Boden könnte Migranten und Asylsuchende noch größeren Misshandlungen aussetzen", so HRW.

Angesichts der schrecklichen Behandlung von Migranten in Libyen sei es schwer vorstellbar, wie eine europäische Regierung überhaupt jemand nach Libyen bringen könne und gleichzeitig seine Rechte schützen könne, kritisierte Judith Sunderland von HRW in einer Aussendung.

Die italienische Regierung hat am Freitag beschlossen, Schiffe vor die libysche Küste zu entsenden, um die libysche Küstenwache zu unterstützen. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am Donnerstag die Einrichtung von Flüchtlings-Hotspots in Libyen angekündigt, kurz darauf aber unter Verweis auf die schlechte Sicherheitslage in dem nordafrikanischen Land wieder zurückgerudert. (APA, 28.7.2017)

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