US-Energieriesen steigern Quartalsgewinn dank hoher Ölpreise

28. Juli 2017, 14:43
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Die positiven Ergebnisse lagen jedoch unter den Erwartungen der Investoren

Irving / San Ramon – Der Anstieg der Ölpreise hat ExxonMobil im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Verglichen mit dem Vorjahreswert verdoppelte sich der Überschuss auf 3,4 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), wie der texanische Ölkonzern am Freitag mitteilte. Vorstandschef Darren Woods sprach von "soliden Ergebnissen", die von höheren Rohstoffpreisen getrieben worden seien.

Kostensenkungen

Insgesamt stiegen die Erlöse um 9 Prozent auf 62,9 Mrd. Dollar, die Produktion sank indes um ein Prozent. Exxon profitiert von den gestiegenen Ölpreisen, die im Jahresvergleich zuletzt mit rund 20 Prozent im Plus lagen. Zudem sanken die Kosten abermals deutlich, die Investitionen in Ausrüstungen sowie Erkundungs- und Förderprojekte schrumpften um 24 Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar.

Schlechter als Erwartet

Trotz des starken Gewinnanstiegs konnte der weltweit größte börsennotierte Ölmulti die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen. Anleger reagierten enttäuscht, die Aktie fiel vorbörslich zunächst um zwei Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Kurs um zehn Prozent nachgegeben. Es gibt angesichts des weltweit hohen Ölangebots nach wie vor Zweifel, ob die Preiserholung von Dauer sein wird.

Chevron mach Verlust wieder wett

Gesunkene Kosten und höhere Ölpreise haben Chevron im zweiten Quartal wieder einen Milliardengewinn beschert.

Unter dem Strich ergab sich ein Überschuss von 1,5 Milliarden Dollar (1,3 Mrd. Euro), wie der zweitgrößte US-Ölkonzern am Freitag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Ölpreisverfall noch einen Verlust in etwa gleicher Größenordnung verursacht.

Die Erlöse stiegen verglichen mit dem Vorjahreswert um 18 Prozent auf 34,5 Milliarden Dollar. Im Vorquartal waren der Umsatz noch wesentlich stärker gewachsen.

Chevron strich die Ausgaben weiter zusammen, im ersten Halbjahr 2017 sanken die operativen Kosten im Jahresvergleich um zehn Prozent und die Investitionen um 25 Prozent. Dennoch gelang, die Produktion von Öl und Gas im zweiten Quartal um zehn Prozent zu erhöhen. Bei Anlegern wurden die Zahlen trotzdem verhalten aufgenommen.

(APA/dpa, 28.7.2017)

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