Olympia-Rechte: ARD und ZDF laut Zeitung vor Einigung mit Discovery

    28. Juli 2017, 08:41
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    Deutsche öffentlich-rechtliche könnten sich Übertragungsrechte sichern

    Berlin – In Deutschland sind die Chancen für die Ausstrahlung der Olympischen Winterspiele 2018 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen offenbar weiter gestiegen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") stehen ARD und ZDF kurz vor einer Einigung mit Rechteinhaber Discovery. Der US-Medienkonzern könnte Sublizenzen vergeben. Der ORF hat sich die Rechte für 2018 und 2020 schon gesichert.

    Laut "SZ" treffen ARD und ZDF bereits Vorbereitungen für die Übertragungen aus Pyeongchang in Südkorea, wo die Spiele von 9. bis 25. Februar 2018 stattfinden. Bisher war geplant, dass Discovery die Spiele in Deutschland auf seinen Sendern Eurosport 1, Eurosport 2, DMAX und TLC überträgt.

    Zuletzt hatten die Öffentlich-Rechtlichen bereits den Kontakt zu Discovery bestätigt, Ende 2016 waren die Verhandlungen wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen zunächst gescheitert. "Es gibt Gespräche mit Discovery, aber keine Vereinbarung", teilte das ZDF in der vergangenen Woche auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes mit. "Natürlich befinden wir uns in Gesprächen", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

    1,3 Milliarden Euro für Europa-Rechte

    Discovery teilte mit, es sei immer ein Anliegen gewesen, "mit Partnern zusammenzuarbeiten, die die Olympischen Spiele so wertschätzen wie wir". Das Ziel sei, die Olympischen Spiele mehr Menschen auf mehr Bildschirmen als je zuvor zugänglich zu machen. "In Deutschland haben ARD und ZDF eine lange Tradition im Hinblick auf die Ausstrahlung der Olympischen Spiele. Zuschauer wie auch Partner haben Respekt vor dem Wissen und der Erfahrung, die sie hier einbringen können."

    Der große US-Konzern Discovery hatte die Fernsehrechte an den vier Olympischen Spielen von 2018 bis 2024 für ganz Europa erworben und dafür 1,3 Milliarden Euro bezahlt. (sid, 28.7.2017)

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