Austria kommt gegen Limassol nur zu 0:0

    27. Juli 2017, 23:23
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    Die Wiener kommen weiter nur schwer in die Saison, auch gegen den Gast aus Zypern gelingt kein Tor

    Wien – Für den Aufstieg ins Europa-League-Playoff ist für die Wiener Austria noch einiges an Arbeit nötig. Im Hinspiel musste sich der spielerisch enttäuschende Vizemeister am Donnerstag im Happel-Stadion gegen Außenseiter AEL Limassol mit einem 0:0 begnügen. Der mühsame Saisonstart ist prolongiert, weiter fehlt ein Pflichtspieltor.

    Die Austria wirkte von Beginn an etwas gehemmt, verstand es in der ersten Hälfte nur selten, die kompakte Defensive des Gegners auszuhebeln. Auch Taktgeber Raphael Holzhauser, beim 0:3 in Altach noch gesperrt, konnte keine entscheidenden Impulse liefern.

    Chancen gab es kaum. Kevin Friesenbichler, der für den nach wie vor als nicht matchfit gemeldeten Larry Kayode aufgeboten wurde, konnte in der Anfangsphase eine Hereingabe von Felipe Pires in Bedrängnis nicht verarbeiten (9.). Ein Schuss von Ismael Tajouri ging am langen Eck vorbei (18.), ein Schuss von Alexander Grünwald aus Kurzdistanz wurde geblockt (36.).

    Für den Vierten der abgelaufenen zypriotischen Meisterschaft, mit zehn Legionären in der Startelf, reichte solides Auftreten, um jede Bedrängnis zu vermeiden. Ja, die Gäste hätten zur Pause durchaus führen können. Bei einem Kopfball von Lafrance (11.) sowie einem Kracher Arruabarrenas an die Latte quasi mit dem Pausenpfiff (45.) hatte die Austria Glück. Die beste Möglichkeit aber fand schon zuvor Sassi vor, der in der 19. Minute nach schönem Lochpass an Hadzikic bereits vorbei war, dann aber das Tor verfehlte.

    Grünwald-Treffer wird Anerkennung versagt

    Die Austria agierte auch nach dem Seitenwechsel zu ideenlos. Erst in in den letzten 20 Minuten erhöhte man die Schlagzahl. Friesenbichler segelte an einer Hereingabe knapp vorbei (70.), Pires brachte kurz darauf den Ball aus vier Metern nicht im Tor unter.

    In der 79. Minute zappelte er im Netz, die Ernüchterung nach der – so knappen wie korrekten – Abseitsentscheidung gegen Grünwald fiel entsprechend aus. Fink warf im Finish mit Dominik Prokop und Christoph Monschein zwei weitere Offensivleute ins Geschehen, die Wirkung blieb aber aus. (APA, red, 27.7.2017)

    Europa League, 3. Qualifikationsrunde, Hinspiel, Donnerstag

    Austria Wien – AEL Limassol 0:0
    Happel-Stadion, 5.900 Zuschauer, SR Munukka (FIN)

    Austria: Hadzikic – Larsen (61. De Paula), Westermann, Filipovic, Martschinko – Serbest – Tajouri (85. Prokop), Grünwald, Holzhauser, Pires – Friesenbichler (81. Monschein)

    Limassol: Vozinha – Airosa, Mitrea, Lafrance, Avraam – Fidelis, Soares – Sassi (93. Elia), Arthur (89. Savane), Mesca – Arruabarrena (77. Aldair)

    Gelbe Karten: Westermann, Friesenbichler bzw. Mitrea, Fidelis, Lafrance, Avraam

    • Stimmen:

    Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Limassol hat das in der ersten Halbzeit gut gemacht. Man hat gesehen, dass wir erst zwei Spiele in den Beinen haben, Limassol dagegen schon vier. In der zweiten Halbzeit ist es dann mit der Umstellung auf 4-3-2-1 bei uns besser gelaufen. Wichtig ist es, zu Hause zu null zu spielen, denn auswärts können wir immer ein Tor schießen. Zu Beginn der Saison ist man nicht hundertprozentig da. Ich denke, dass wir am Sonntag (im Heimspiel gegen Sturm Graz, Anm.) schon eine bessere Elf sehen werden als heute."

    Bruno Baltazar (Limassol-Trainer): "Wir wussten, dass wir uns keine Fehler erlauben dürfen, weil die Austria das ausnützen würde. Das ist ein gutes Ergebnis. Ich bin glücklich mit der taktischen Disziplin. Wir hätten zumindest ein Tor in der ersten Hälfte schießen können, das hätte uns im nächsten Spiel mehr Selbstvertrauen gegeben. In der zweiten Hälfte war die Austria besser, die letzten 20 Minuten waren für uns sehr schwer."

    • Der Geist war bei den Austrianern und also auch Alexander Grünwald (gegen AEL-Kapitän Marcos Airosa) durchaus willig, fußballerisch geht das aber noch besser.
      foto: apa/hochmuth

      Der Geist war bei den Austrianern und also auch Alexander Grünwald (gegen AEL-Kapitän Marcos Airosa) durchaus willig, fußballerisch geht das aber noch besser.

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