Österreich trifft im Viertelfinale auf Spanien

    28. Juli 2017, 16:05
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    Spanierinnen nach 0:1 gegen Schottland nur aufgrund englischer Schützenhilfe weiter

    Deventer/Tilburg – Österreich trifft am Sonntagabend (18 Uhr) im Viertelfinale der EURO in Tilburg auf Spanien. Die Spanierinnen kamen trotz einer 0:1-Niederlage gegen Schottland in die Runde der letzten acht. Das hatten sie der Schützenhilfe von England zu verdanken. Der Titelanwärter gewann auch sein letztes Match in der Gruppe D mit 2:1 gegen Portugal und trifft nun auf Frankreich.

    Schottlands Liverpool-Legionärin Caroline Weir sorgte in Deventer mit ihrem Tor in der 42. Minute für eine extreme Zitterpartie der Spanierinnen, die zuvor 2:0 gegen Portugal gewonnen und 0:2 gegen England verloren hatten. Da Portugal in der Parallelpartie in Tilburg durch Carolina Mendes (17.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, stand Spanien vor dem vorzeitigen Aus. Doch Nikita Parris (48.) sorgte kurz nach der Pause für die neuerliche Führung und den Sieg Englands, das durch Toni Duggan (7.) früh in Führung gegangen war.

    "Das Wichtigste ist, dass wir aufgestiegen sind", sagte Spaniens Stürmerin Maria Paz nach der Partie. Ein weiterer Gegentreffer hätte das Out bedeutet. In einer Dreiertabelle mit den Schottinnen (2:2-Tore) und Portugiesinnen (2:3) behielt Spanien (2:1) so hauchdünn die Oberhand. "Das hat mich schon überrascht. Ich hätte mir schon gedacht, dass Spanien hinter England am Ende mit sechs Punkten dastehen wird", sagte ÖFB-Teamverteidigerin Carina Wenninger.

    Ballbesitz, aber wenig Tore

    "Wir müssen das Spiel jetzt genau analysieren", meinte Spaniens Teamchef Jorge Vilda. Potenzial für Verbesserung gibt es reichlich. Er war trotz der Niederlage bemüht, das Positive hervorzustreichen. "Wir haben eine gute zweite Hälfte gespielt, mit viel Ballbesitz. Da war auch unser Positionsspiel definitiv besser", analysierte der 36-jährige Jungcoach.

    Fehlende Effizienz verhinderte aber den Ausgleich nach der Führung der Schottinnen. Silvia Meseguer (64.) scheiterte etwa am Gehäuse. "Wir waren ein bisschen zu nervös und haben unsere Chancen nicht genutzt. Hoffentlich können wir das gegen Österreich besser machen", sagte Vilda. Seine Elf hatte am Ende 69 Prozent Ballbesitz, der schießt aber bekanntlich keine Tore.

    Die Schottinen bereiteten ihrer scheidenden Trainerin Anna Signeul einen tollen Abschied. Den Aufstieg habe man laut ihr schon zuvor verspielt, bei der Niederlage gegen Portugal. (APA, 28.7.2017)

    Ergebnisse Gruppe D, dritte Spieltag:

    Schottland – Spanien 1:0 (1:0), Tor: 1:0 Weir (42.)

    Schottland: Fay – Frankie Brown, Dieke, Corsie, Arthur – Crichton – Evans, Love (73. Fiona Brown), Weir, Cuthbert – Ross (46. Clelland). – Trainerin: Signeul

    Spanien: Panos – Torrejon, Pereira, Paredes, Ouahabi (56. Corredera) – Sampedro, Meseguer, Losada – Mariona (79. Latorre), Hermoso (46. Paz), Alexia. – Trainer: Vilda

    Gelbe Karten: Fay, Frankie Brown – Ouahabi

    Portugal – England 1:2 (1:1), Tore: 0:1 Duggan (7.), 1:1 Carolina Mendes (17.), 1:2 Parris (48.)

    Portugal: Morais – Borges, Rebelo, Costa, Dolores Silva – Pinto – Antunes, Pires (79. Da Costa) – Mendes (64. Leite), Neto, Diana Silva (87. Luis). – Trainer: Neto

    England: Chamberlain – Scott, Bassett, Bright (60. Nobbs), Greenwood – Williams, Potter – Carney, Duggan (81. Stokes), Christiansen – Parris. – Trainer: Sampson

    Gelbe Karten: – Christiansen, Williams

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