US-Kongress begräbt Pläne für umstrittene Importsteuer

27. Juli 2017, 20:45
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Republikaner: Verzichten auf die Maßnahme, um einer tiefgreifenden Steuersenkung für Unternehmen und Haushalte den Weg zu ebnen

Washington – Die republikanische Führung im US-Kongress hat am Donnerstag den umstrittenen Plan für eine 20-prozentige Steuer auf alle Importe zu Grabe getragen. In einer gemeinsamen Erklärung mit der Trump-Regierung hieß es, man verzichte auf die Maßnahme, um einer tiefgreifenden Steuersenkung für Unternehmen und Haushalte den Weg zu ebnen. Die Ausschüsse im Kongress sollten dies im Herbst im Angriff nehmen.

Die Importsteuer war ein Projekt vor allem des Sprechers des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, der auf diese Weise Steuersenkungen finanzieren wollte. Gewinne aus Exporten wären im Gegenzug steuerfrei geworden. Die Maßnahme stieß aber auf vehementen Widerstand des Einzelhandels und anderer importabhängiger Branchen, die vor drastischen Preiserhöhungen warnten. Die Handelspartner der USA_wiederum sahen darin Protektionismus und drohten mit dem Gang vor die Welthandelsorganisation (WTO).

Einige Ökonomen befürworteten jedoch die Importsteuer, weil diese eine Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung ermöglichen und Steuervermeidung erschweren würde. In diesem System würde nur noch der Cashflow besteuert werden. (ef, 27.7.2017)

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