Bangladesch: Ärzte wollen siamesische Zwillinge trennen

    27. Juli 2017, 09:20
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    In Bangladesch geborene Mädchen ansonsten bei guter Gesundheit – allerdings muss noch geklärt werden, ob sich die Kinder ein Gehirn teilen

    Dhaka – Ärzte in Bangladesch wollen am Kopf zusammengewachsene siamesische Zwillinge operativ trennen. Zunächst müssten sie aber feststellen, ob die ansonsten gesunden einjährigen Mädchen sich ein Gehirn teilen, was den Eingriff erheblich erschweren würde, sagte der Kinderchefchirurg Ruhul Amin an der Medzinischen Bangabandhu Sheikh Mujib-Universität in Dhaka. "Das wäre eine sehr heikle Operation."

    Derzeit versuchten die Ärzte in der Hauptstadt von Bangladesch, Kollegen und Experten in der ganzen Welt zu kontaktieren, um Rat und Hilfe einzuholen, so Amin weiter. Die kleinen Mädchen seien gesund und spielten gern, aber er brauche noch mehr Zeit, um ihren Zustand zu studieren und die Risiken des Eingriffs so gering wie möglich zu halten.

    Keine Anomalien

    Die Eltern der Zwillinge hatten nach eigenen Angaben vor der Geburt noch nicht einmal gewusst, dass sie zwei Kinder bekommen würden. Ultraschalluntersuchungen hätten auch keine Anormalien gezeigt, sagte der Vater Rafiqul Islam. "Der Arzt meinte nur, dass es ein Baby mit einem größeren Kopf ist." Er vertraue auf die Ärzte und Allah, dass die Operation erfolgreich verlaufe und seine Töchter Rabia und Rukia schließlich ein normales Leben führen könnten, ergänzt der Vater.

    In seltenen Fällen werden siamesische Zwillinge mit gemeinsamen Organen geboren. Die Hälfte von ihnen kommt tot zur Welt, die Überlebensrate liegt zwischen fünf und 25 Prozent. (APA, AFP, 27.7.2017)

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