"Baby Driver": Autotänzer aus Atlanta

    26. Juli 2017, 16:35
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    Edgar Wrights Film punktet mit cooler Choreografie und versierten Verfolgungsjagden

    Er ist jung, er ist schnell, und wenn er Musik hört – und das tut er praktisch immer -, bewegt er sich wie ein Tänzer durch die Straßen von Atlanta. Er nennt sich Baby, und sein Babyface schmücken schicke Sonnenbrillen.

    foto: sony
    Keiner fährt schneller: Ansel Elgort braucht in "Baby Driver" keinen Kindersitz.

    Ansel Elgort spielt in Baby Driver Selbigen, denn er ist Fluchtwagenfahrer von Beruf. Sein Boss (Kevin Spacey), der die Überfälle in stets wechselnder Besetzung plant, hat ihn schon vor Jahren unter seine Fittiche genommen – und in der Hand. Dafür ist die Kellnerin Debora (Lily James) Babys Angebetete und hoffnungsvolle Zukunft nach dem in Aussicht gestellten wirklich letzten Coup.

    Weil aber etwas schief gehen muss, nehmen bei diesem Jamie Foxx und John Hamm als Gangster in Babys Wagen Platz, worauf der Überfall platzt und Babys Fahrt ins private Glück zu platzen droht.

    sony pictures entertainment

    Alles in diesem Film folgt nicht nur dem Rhythmus, sondern ist Rhythmus selbst: In stakkatoartigen Montagen inszeniert Edgar Wright (Shaun of the Dead) ein Actionmusical, in dem jeder Tritt aufs Pedal und Griff zur Handbremse sitzt.

    Bevor das alles dann doch recht konventionell zu Ende gebracht wird, punktet Baby Driver mit cooler Choreografie und versierten Verfolgungsjagden. Und einem beschwingten Score, in dem Baby Driver von Simon & Garfunkel und Carla Thomas' B-A-B-Y natürlich nicht fehlen dürfen. (pek, 26.7.2017)

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