"WoW": Blizzard schiebt Fan-Servern einen Riegel vor

26. Juli 2017, 08:38
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Knapp fünf Stunden zuvor ging der private Server für "Burning Crusade" online

Hobby-Entwickler Gummy52 startete am Freitag dem 21. Juli seinen eigenen Privat-Server namens "Felmyst", der "World of Warcraft" in altem Glanz der "Burning Crusade"-Ära wiederaufleben lassen sollte. Blizzard ließ das langerwartete Projekt allerdings nach knapp fünf Stunden wieder abdrehen. Copyright-Verletzungen sollen der Grund gewesen sein, den Server offline zu nehmen.

Vier Jahre in der Entwicklung

Viele Fans der früheren "World of Warcraft"-Versionen wünschen sich den Stand des Spiels vor ca. zehn Jahren zurück. Updates und Erweiterungen haben die Spielerfahrung im letzten Jahrzehnt verändert und es gibt keine offiziellen Server, die die "Burning Crusade"-Zeiten emulieren. Daher lag es seit jeher an den Fans selbst, vergangene Ären so authentisch wie möglich wiederzubeleben.

Gummy52 arbeitete seit vier Jahren an "Felmyst", bevor dieser online gestellt wurde. Für die Kosten des Servers kam der Hobby-Entwickler selber auf. Er hatte bereits zuvor mit "Scriptcraft" im Jahre 2011 einen Privat-Server veröffentlicht, der von Blizzard keinerlei rechtlichen Abmahnungen verursachte. Die Unterlassungsaufforderung für "Felmyst" kam daher völlig unerwartet, berichtete der Ersteller auf der Website des Projekts.

Beim Versuch, dem Server kurz nach dem offiziellen Shutdown beizutreten, erhielten Spieler eine Fehlermeldung. Bisher blieb ein Statement vom Hersteller aus, kurios bleibt die Sache aber dennoch, zumal der Privat-Server bewusst klein gehalten wurde. (ke, 25.7.2017)

  • Fehlermeldung, die beim Versuch dem Server beizutreten, angezeigt wird
    foto: ars technica

    Fehlermeldung, die beim Versuch dem Server beizutreten, angezeigt wird

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