Auch japanische Bank Mizuho wählt Frankfurt als Brexit-Exil

25. Juli 2017, 10:41
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Das Geldhaus sichert sich eine Gesellschaft mit EU-Banklizenz, um für den Austritt Großbritanniens gerüstet zu sein.

London / Wien – Die japanische Großbank Mizuho verlagert wegen des bevorstehenden EU-Austritts Großbritanniens einen Teil ihres Geschäfts von London nach Frankfurt. Der Wertpapierhandel in der Europäischen Union solle künftig vom Main aus gesteuert werden, teilte Mizuho mit.

Banken-Exodus

Die dafür nötige Lizenz für eine neue Tochter werde nun beantragt. Die Bank folgt dem Beispiel zahlreicher anderer Geldhäuser: Unter anderem haben sich bereits die japanischen Institute Sumitomo Mitsui, Nomura und Daiwa Securities für Frankfurt entschieden.

Großbritannien will bis Ende März 2019 aus der EU austreten. In London tätige Banken brauchen danach eine Gesellschaft mit EU-Banklizenz, wenn sie weiter Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten der Union anbieten wollen.

Viele Geldhäuser prüfen deshalb die Verlagerung von Geschäften etwa nach Paris, Dublin oder Frankfurt. Für Frankfurt spricht die stabile deutsche Wirtschaft, die gute Infrastruktur sowie die in der Stadt angesiedelte Europäische Zentralbank. (APA, 25.7.2017)

  • Mizuho folgt den japanischen Instituten Sumitomo Mitsui, Nomura und Daiwa Securities nach Frankfurt.
    foto: reuters / yuya shino

    Mizuho folgt den japanischen Instituten Sumitomo Mitsui, Nomura und Daiwa Securities nach Frankfurt.

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