EM-Kolumne: Rauf und runter

Kolumne24. Juli 2017, 17:09
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Natürlich gibt es in den Niederlanden Berge. Der Wageningse Berg misst 42,5 Meter. Nicole Billa bewältigt die Steigung trotzdem in einem Höllentempo

Vielleicht fühlen sich Österreichs Teamfußballerinnen in ihrem Quartier in Wageningen ja so wohl, weil sie auf einem Berg wohnen: dem Wageningse Berg. In den Niederlanden von Bergen zu sprechen, klingt für Österreicher natürlich lächerlich.

Der höchste Punkt des europäischen Teils der Niederlande liegt auf 322 Meter. Der Vaalserberg ist wie sein österreichischer Namensverwandter ein Grenzhügel. In Belgien ist der Vaalserberg sogar noch zwei Meter höher, er ist dort aber bei weitem nicht die höchste Erhebung. Die höchste belgische Erhebung – der Signal de Botrange – misst immerhin 694 Meter.

Der Wageningse Berg ist 42,5 Meter hoch. Wer sich vom Zentrum der Stadt per Rad zur Erhebung aufmacht, muss immerhin 30 Höhenmeter zurücklegen. Das ist für eine mäßig trainierte Wienerin nicht nichts. Und schon gar nicht, wenn man die Steigung mit einem ganglosen Fahrrad zurücklegt. Aber für jemanden aus Tirol, dem Land der dutzenden Dreitausender, sind derartige Steigungen natürlich ein Klacks.

Billa radelt flott

Als die STANDARD-Redakteurin neulich auf ihrem fast alltäglichen Weg ins Teamquartier war, staunte sie nicht schlecht, als die Kufsteinerin Nicole Billa nur so an ihr vorbeirauschte. Keine Chance, der flotten Tirolerin zu folgen. Gut, die ist Sportlerin, ist halt fit, denkt man sich, um den Frust in Grenzen zu halten. Beim 30er-Radar sei es sogar schon aufgeblitzt, erzählt Billa später.

Fit ist die Stürmerin natürlich. Aber die Spazierausfahrten legt sie, wie ihre Kolleginnen, per Elektrorad zurück. "Ist gemütlicher." Auf dem Rückweg kommt die STANDARD-Redakteurin auch fast in einen Temporausch. Abfahren ist auch motorlos ein Heidenspaß. (Birgit Riezinger, 24.7.2017)

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