Roboterwettbewerb in USA: Team aus Burundi verschwunden

    24. Juli 2017, 13:15
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    Nach der zunächst verweigerten Einreise eines afghanischen Mädchen-Teams gibt es nun den nächsten Skandal

    Die US-Polizei sucht nach sechs Teenagern aus Burundi, die nach einem Robotik-Event aus Washington verschwunden sind. Offenbar nutzten sie den Aufenthalt in den USA, um aus Burundi zu fliehen. Offiziell sind aber noch keine Asylanträge gestellt worden. Zwei der sechs Teenager sollen mittlerweile zu Verwandten nach Kanada gereist sein, sagten Ermittler am Wochenende. Die restlichen vier wurden noch nicht entdeckt. Ein Verbrechen wird nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgeschlossen.

    "Im selben Team spielen"

    Die Flucht konterkariert die Intention des Events. "First Global" hätte eigentlich dazu dienen sollen, Robotik-Entwickler weltweit zu vernetzen und zu unterstützen. "Wenn wir Jugendliche aus der ganzen Welt dazu kriegen können, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, würden wir im selben Team spielen", hieß es bei der Eröffnungszeremonie.

    Skandale

    Die Teilnehmer aus Burundi hatten selbst nie im Bereich der Robotik gearbeitet, heißt es in einem Bericht der Washington Post. Sie hatten erst im April begonnen, sich damit zu beschäftigen. Nun glauben Ermittler, dass die Teilnahme in der Konferenz ein lang geplanter Schritt war, um aus Burundi zu fliehen. Zuvor hatte die First-Konferenz bereits für Schlagzeilen gesorgt, als afghanischen Mädchen die Einreise verweigert wurde. (red, 24.7.2017)

    • Junge Roboter-Entwickler aus allen Teilen der Welt trafen bei der First-Konferenz zusammen
      foto: ap/martin

      Junge Roboter-Entwickler aus allen Teilen der Welt trafen bei der First-Konferenz zusammen

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