Raubfische mit Schlüsselfunktion: Haie halten Korallenriffe gesund

29. Juli 2017, 17:00
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Australische Biologen: Wo es viele Haie gibt, sind auch die Korallen wohlauf

Sydney – Haie sind ein bedeutender Faktor für den Erhalt der Korallenriffe an den Küsten Australiens. Die University of Western Australia in Perth veröffentlichte nun Studienergebnisse, die bestätigen, dass die Raubfische eine Schlüsselrolle in dem Ökosystem spielen.

Die Haie ernähren sich demnach von kleineren Raubfischen, die ansonsten wichtige pflanzenfressende Riffbewohner fangen würden. Diese wiederum fressen Algen und schützen so vor allem junge Korallen davor, überwuchert zu werden.

Mehr Haie, gesündere Riffe

Für die Studie waren Korallenriffe im Norden des Kontinents untersucht worden – auch das Great Barrier Reef, das aktuell unter einer schweren Korallenbleiche leidet. Vier Monate lang waren die Wissenschafter zwischen den Städten Broome an der Westküste und Cairns an der Ostküste unterwegs. Die Leiterin des Programms, Jessica Meeuwig, fasste nun zusammen: "Wo es eine große Menge an Haien gibt, sind die Korallen gesünder."

Gerade wenn sich Riffe von Stürmen oder anderen schädlichen Einflüssen erholen, ist es bedeutsam, dass sie nicht überwuchert werden. Der Studie zufolge erholen sich Korallenriffe schneller, wenn es dort eine große Population an Haien gibt. "Die Korallen erholen sich schneller von Überflutungen, von Korallenbleiche, und sie werden seltener von Krankheiten befallen", hieß es. (APA, red, 29.7.2017)

  • Haie stehen an der Spitze der Nahrungskette und sorgen so für die Gesundheit der Korallenriffe.
    foto: reuters/hugh gentry

    Haie stehen an der Spitze der Nahrungskette und sorgen so für die Gesundheit der Korallenriffe.

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