Studie: Deutschland bei Digitalisierung auf den hinteren Rängen

    23. Juli 2017, 11:27
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    Frankreich liegt im internationalen Vergleich knapp vor Deutschland auf Rang 16 – Wirtschaftsministerin räumt Versäumnisse im Breitbandausbau ein

    Deutschland läuft laut einer Studie Gefahr, beim wichtigen Wirtschaftstrend Digitalisierung international abgehängt zu werden. In der von der deutschen Zeitung "Welt am Sonntag" zitierten Untersuchung liegt Deutschland nur auf Rang 17 – weit abgeschlagen hinter anderen Industrienationen wie Finnland, Großbritannien und den USA.

    Die Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung untersucht das Innovationspotenzial wichtiger Volkswirtschaften.

    Zypries: "Breitbandausbau geht zu langsam"

    Demnach liegt Frankreich bei der Digitalisierung auf Rang 16 knapp vor Deutschland. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, zog in der Zeitung als Schlussfolgerung aus der Untersuchung: "Ein Muss für Digitalisierung und Industrie 4.0 ist, den Breitbandausbau voranzutreiben und den digitalen europäischen Binnenmarkt zu verwirklichen." Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries sagte, Deutschland hole beim Breitbandausbau auf: "Bei digitalen Anwendungen für Industrie 4.0 sind wir schon sehr weit vorne."

    Allerdings räumte Zypries auch Versäumnisse ein: "Der Breitbandausbau geht zu langsam, dabei ist das eine Achillesferse für unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit." Das Wirtschaftsministerium fordere deshalb seit langem, die deutsche Breitbandpolitik in Richtung Gigabitnetze fortzuentwickeln. Entsprechende Konzepte habe man bereits vorgelegt. (APA, 23.07.2017)

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