Techniker setzte Luftraumüberwachung Serbiens außer Betrieb

22. Juli 2017, 13:07
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120 Flugzeuge mussten umgeleitet werden – Vorfall hatte sich schon am 10. Juli ereignet, war in der Tragweite aber abgestritten worden

Belgrad – Ein Techniker, der vor kurzem ein Nebensystem der serbischen Luftraumüberwachung in Belgrad testen sollte, hat diese durch einen Fehler lahmgelegt. 120 Flüge mussten umgelenkt werden, schrieb die Tageszeitung "Blic" am Samstag. Die Luftraumüberwachung Serbiens, die auch für Montenegro zuständig ist, war eine Stunde außer Betrieb. Der Zwischenfall hatte sich bereits am 10. Juli ereignet.

Medien berichteten schon am Tag danach darüber. Vertreter der Luftraumüberwachung stritten zunächst jedoch jegliche Panne energisch ab. Nun stellte sich heraus, dass der Techniker eigentlich einen Test außerhalb des Luftraumkontrollsystems durchführen sollte. Er stieg allerdings ohne Genehmigung in das System zur Luftraumüberwachung ein, hieß es laut "Blic" in einem Bericht der Behörde an Staatschef Aleksandar Vucic und Ministerpräsidentin Ana Brnabic. (APA, 22.7.2017)

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