Meister Salzburg will aus der Pole Position durchstarten

21. Juli 2017, 16:56
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Auftakt für Meister gegen den WAC: Trainer Rose: "Müssen uns den Erfolg wieder hart erarbeiten." Pfeifenberger: "Große Herausforderung und schönes Eröffnungsspiel"

Wolfsberg/Salzburg – Fußball-Serienmeister Red Bull Salzburg hat die ersten drei Pflichtspiele unter Neo-Trainer Marco Rose allesamt souverän zu null gewonnen. Dieser Trend soll nun auch beim Bundesliga-Start am Samstagabend (18.30) in Wolfsberg gegen den WAC fortgesetzt werden. "Das ist ein ganz wichtiger Bewerb für uns, in den wir natürlich auch gerne erfolgreich starten möchten", betonte Rose.

Nach den beiden 3:0-Siegen in der Champions-League-Qualifikation gegen Maltas Meister Hibernians FC und dem 7:0-Cup-Triumph in Deutschlandsberg kann seine Mannschaft "mit einem guten Gefühl" nach Wolfsberg fahren. "Aber dieses gute Gefühl hilft uns nur bis zum Anpfiff, danach müssen wir uns den Erfolg wieder hart erarbeiten", hielt Rose fest, der den Gegner beobachten ließ. "Wir haben sie im Test gegen Union Berlin und im Cup gegen Mannsdorf gesehen bzw. auch die Spiele der vergangenen Saison zur Analyse herangezogen. Wir sind gut vorbereitet und wissen, was auf uns zukommt. Dabei wollen wir in erster Linie unser Spiel auf den Platz bringen."

Aussagekraft

Die ersten drei Pflichtmatches waren für ihn "drei aussagekräftige Spiele", erklärte Rose mit Blick auf die bevorstehende Doppelbelastung, steht doch bereits am Mittwochabend (18.45 Uhr/live ORF eins) die Champions-Quali-Heimpartie gegen HNK Rijeka auf dem Programm. "Wir haben viele Spiele im Moment. Das kostet Ressourcen und Energie. Deshalb bin ich froh, dass ich gesehen habe, dass ich mich auf so viele Spieler verlassen kann." Deshalb wird der Deutsche auch beim "nächsten Härtetest" in Wolfsberg wieder rotieren.

Dass seine Mannschaft nach vier Double-Gewinnen en suite auch nun wieder haushoher Topfavorit auf den Titel ist, weiß natürlich auch Rose, der sich aber davon nicht verrückt machen lässt. "Wir konzentrieren uns ganz gerne auf uns selber. Nach all dem, was wir lesen, sind wir eh schon durch, aber wir wissen das einzuschätzen. Unser Anspruch ist, da oben dabei zu sein." Am besten gleich von Beginn weg.

Warnung vor der Schnelligkeit

Die Stärken des Gegners beschrieb der 40-Jährige folgendermaßen: "Der WAC ist eine sehr kompakte Mannschaft, die sicherlich auch beobachtet hat, wie wir spielen." Dazu warnte er vor der Schnelligkeit von Mittelstürmer Issiaka Ouedraogo und Standardsituationen. "Daniel Offenbacher ist ein guter Standardschütze, das müssen wir auf dem Schirm haben. Wir müssen dem Gegner die Stärken nehmen, damit unsere Stärken zum Tragen kommen."

Die "Bullen" leisteten sich in den vergangenen zwei Jahren mit dem 1:2 in Mattersburg (2015) und dem 1:3 in Graz (2016) zwei Auftakt-Niederlagen. Doch WAC-Coach Heimo Pfeifenberger konnte als Bundesliga-Trainer bisher noch keines seiner 17 Spiele gegen die Salzburger gewinnen. Noch dazu ist der Serienmeister seit neun Partien gegen den WAC ungeschlagen. Das ist die bisher längste Sieglosigkeit der Kärntner gegen einen Liga-Konkurrenten. Die jüngsten beiden Duelle gewannen die Salzburger 2:0 (auswärts) und 3:0 (heim). Deshalb wäre schon ein Punkt ein Riesenerfolg für die Wolfsberger, deren Ziel der Klassenerhalt ist.

"Umbruch"

"Wir sind bereit und freuen uns, dass es jetzt losgeht. Red Bull zu Hause ist eine ganz große Herausforderung und ein wunderschönes Eröffnungsspiel für uns, bei dem die Motivation natürlich sehr groß ist", betonte Pfeifenberger, der im Sommer einen "Umbruch" vornahm und damit den Altersschnitt der Mannschaft deutlich senkte. "Wir haben ein größeres Auge auf jüngere Spieler gelegt", erklärte der Ex-Internationale.

Pfeifenberger ist zuversichtlich, dass diese Verjüngungskur den gewünschten Erfolg bringen wird: "Ich bin mit der jungen Truppe schon sehr zufrieden. Wir haben einen sehr guten Teamspirit in der Mannschaft, das stimmt mich sehr positiv. Es taugt mir voll, dass wir jetzt drei 16- und zwei 17-Jährige dabei haben. Ich kann mir vorstellen, dass, wenn sie Gas geben, früh spielen werden. Und es gehört dazu, dass man jeden einmal ins kalte Wasser reinwirft." (APA, 21.7.2017)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

RZ Pellets WAC – Red Bull Salzburg (Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 18.30 Uhr, SR Schörgenhofer). Saisonergebnisse 2016/17: 1:1 (a), 2:2 (h), 0:3 (a), 0:2 (h)

WAC: Kofler – Zündel, Hüttenbrenner, Rnic, Palla – Flecker, Leitgeb, Offenbacher, Nutz – Ouedraogo, Gschweidl

Ersatz: Sallinger – Sollbauer, Drescher, Frieser, Rabitsch, Wernitznig, Topcagic

Es fehlen: Klem (Kreuzband- und Außenmeniskusriss), Orgill (Lendenwirbelbruch)

Salzburg: Walke – Lazaro, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Yabo, Samassekou, V. Berisha – Hwang, Minamino, Dabbur

Ersatz: Stankovic – Pongracic, Farkas, Haidara, Rzatkowski, Wolf, Gulbrandsen

Fraglich: Lainer (nach Sprunggelenksverletzung)

Es fehlen: Atanga (Mittelfußknochenbruch), Schlager (im Aufbautraining), Tetteh (Knie)

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