"Light": Kompaktkamera mit 16 Objektiven soll mit DSLRs konkurrieren

    21. Juli 2017, 16:13
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    Gerät im Smartphone-Format arbeitet mit drei Brennweiten – fünffacher Zoom

    Für Kameras gilt: Je größer das Objektiv, desto mehr Licht wird eingefangen und desto bessere Bilder gelingen üblicherweise. Ein Grund, warum der Unterschied zwischen Spiegelreflexkameras und Smartphone-Kameras ab dem Einfall der Dämmerung meist sehr gut erkennbar ist.

    Der Nachteil ist freilich, dass eine große Optik nach einem passenden Gehäuse verlangt und eine Kamera schwer macht. Der Hersteller Light will mit seiner L16 einen anderen Zugang zur Fotografie ausprobieren. Der Fotoapparat mit 16 Objektiven wird seit kurzem ausgeliefert.

    light

    16 Sensoren mit 13 Megapixel

    Jeweils 13 Megapixel bringen die zahlreichen Sensoren mit. Sie operieren mit drei verschiedenen Brennweiten (28mm und f/2.0, 70mm und f/2.0 sowie 150mm und f/2.4), fasst Heise zusammen. Sie sollen gemeinsam die Funktionsweise eines großen Objektivs emulieren. Dazu werden die erfassten Bilder via Software kombiniert. Die ISO-Empfindlichkeit wird mit 100 bis 3.200 angegeben, die Verschlusszeit liegt bei 1/8000 Sekunde bis 15 Sekunden.

    Die Auflösung der finalen Aufnahmen wird dabei mit bis zu 52 Megapixel angegeben. Über die Zusammenlegung wird auch ein Fünffach-Zoom ermöglicht. Man verspricht zudem "unerreichte Performance bei wenig Licht". In puncto Bildqualität soll sich die Kamera mit Spiegelreflexmodellen messen.

    foto: light

    Fünffacher Zoom

    Die 16 Sensoren werden auch genutzt, um Tiefeninformationen einzufangen. Das soll es ermöglichen, bei Fotos nachträglich und ohne Qualitätsverlust den Fokus zu ändern und schöne Tiefenunschärfe zu erzeugen. Künftige Over-the-Air-Firmwareupdates sollen Verbesserungen und neue Features bringen.

    Der Verzicht auf ein großes Objektiv erlaubt dabei eine recht kompakte Bauweise. Die L16 misst 165 x 85 x 24 Millimeter und erreicht damit das Format eines etwas dickeren Smartphones. Ihr Gewicht beträgt 435 Gramm.

    Bestellungen ab Jahresende wieder möglich

    Die ersten Exemplare der Kamera gehen an Vorbesteller. Diese haben 1.700 Dollar für das Gerät bezahlt, womit das "Sechzehnauge" im Preisbereich für Enthusiasten und Profis angesiedelt ist. Im Moment sei sie "ausverkauft", heißt es in einem Blogeintrag. Gegen Jahresende will man aber wieder Bestellungen entgegen nehmen. (red, 21.07.2017)

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