Die Belohnung für Altach und Sturm: Gent und Fenerbahce

21. Juli 2017, 13:26
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Auf Österreichs Vertreter warten in der dritten Quali-Runde namhafte Gegner

Brest/Podgorica – Auch dank der "Magie" des Moumi Ngamaleu darf sich der SCR Altach in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa Leage mit dem belgischen Spitzenklub KAA Gent messen. Der Kameruner schoss die Vorarlberger bei Dinamo Brest mit einem Traumtor in Führung, Altach agierte danach abgeklärt und in der Chancenverwertung eiskalt. Nach dem 3:0 war die Stimmung bestens.

Sturm Graz steht nach dem erfolgreichen Abriss von Podgoricas Abwehrwall ein Kräftemessen mit einem Gegner mit Strahlkraft bevor: Fenerbahce Istanbul wartet. Am Donnerstag (19 Uhr) erfolgt zunächst das Heimspiel gegen den 19-fachen türkischen Meister, der mit Namen wie Robin van Persie und Mathieu Valbuena aufkreuzen wird.

Altachs Trainer Klaus Schmidt sagte nach der Zuversicht weckenden Vorstellung in Brest: "Wir müssen demütig bleiben. Das sind so Momente, die in einer Saison vorkommen." Im Unterschied zum 1:1 im Hinspiel überzeugte seine Elf mit Effizienz. Schnelle Tore zu Beginn der ersten und zweiten Spielhälfte halfen. "Wir haben die Tore zu einem perfekten Zeitpunkt gemacht", sagte der Torschütze zum 3:0, Kapitän Philipp Netzer.

Ngamaleu: Ein Traum von einem Goal

Mit dem ersten Treffer der Partie schockten die Altacher den Gegner schon in der 8. Minute. Ngamaleus düpierte Brest-Torhüter Jeremy Malherbe mit einem Fernschuss von der Mittellinie. In ähnlicher Manier hatte Jonatan Soriano vor dreieinhalb Jahren in der Europa League bei Ajax Amsterdam getroffen. Schmidt konnte nach dem Spiel darüber nur staunen.

Die nächste Möglichkeit zu glänzen hat Ngamaleu im Duell mit Gent. Die aufstrebenden Flamen beendeten die abgelaufene Saison auf Platz drei. In der vergangenen Europa League kam der 1900 gegründete Klub (ein Meistertitel, 2015) bis ins Achtelfinale. Das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde findet am Donnerstag (20.30 Uhr) in der im Juli 2013 eröffneten, 20.000 Zuschauer fassenden Ghelamco Arena statt.

"Der Gegner ist Favorit. Diese Rolle nehmen wir an und werden Vollgas geben", kündigte der in Brest ebenfalls erfolgreiche Stefan Nutz an. Einziger Wermutstropfen: Das Rückspiel am 3. August wird nicht im heimischen Schnabelholz, sondern am Innsbrucker Tivoli stattfinden. Die eigene Arena hat laut Uefa-Statuten nicht ausreichend Sitzplätze, um ein Europacup-Spiel in dieser Phase zu veranstalten. In Innsbruck spielten die Altacher bereits bei ihrer Europacup-Premiere 2015.

Sturm-Boss freut sich auf "Fußballparty"

Sturm drehte mit einem 3:0 bei Mladost das 0:1 aus dem Hinspiel. Gegen Fenerbahce ist mit ausverkauftem Haus und entsprechenden Einnahmen zu rechnen. Während die Spieler in Podgorica mit den rund 300 mitgereisten Fans jubelten, wollte Trainer Franco Foda den Blick noch nicht zu weit nach vorne richten. Vorerst gilt der Fokus dem Ligaauftakt gegen St. Pölten.

"Für jeden Fußballer ist es super, wenn er einmal in Istanbul spielen darf", sagte Torschütze Thorsten Röcher mit Blick auf das Rückspiel im über 50.000 Zuschauer fassenden Sükrü-Saracoglu-Stadion. Präsident Christian Jauk sagte der "Kleinen Zeitung", man freue sich auf eine Fußballparty.

Zum Problem könnte gegen Fenerbahces Offensivstars die Innenverteidigung werden. Lukas Spendlhofer und Christian Schoissengeyr sind rekonvaleszent, dazu muss auch Routinier Christian Schulz (Hexenschuss) pausieren. In Podgorica agierte neben dem 17-jährigen Dario Maresic der eigentlich links außen spielende Charalampos Lykogiannis. Laut Medienberichten steht Sturm vor der Verpflichtung des Brasilianers Luan. Der 21-jährige Verteidiger spielte zuletzt beim FC Liefering, er ist im Moment vertragslos. (APA, red, 21.7.2017)

  • Gent tritt in der ziemlich neuen, ziemlich feschen Ghelamco-Arena an. Kürzlich eröffnete auch ein neues Trainingszentrum, dass alle Stücke spielt. Ziel des ambitionierten Klubs ist es, den flämischen Platzhirschen FC Brügge herauszufordern.
    foto: reuters/childs

    Gent tritt in der ziemlich neuen, ziemlich feschen Ghelamco-Arena an. Kürzlich eröffnete auch ein neues Trainingszentrum, dass alle Stücke spielt. Ziel des ambitionierten Klubs ist es, den flämischen Platzhirschen FC Brügge herauszufordern.

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