Pilz und Lugar erklären sich kommende Woche

21. Juli 2017, 13:14
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Entscheidung über Kandidaturen – Langjähriger FPÖ-Politiker Schnell entscheidet Anfang August

Wien – Der Innenpolitik steht eine Woche der Entscheidungen bevor – zumindest hinsichtlich der einen oder anderen Außenseiter-Kandidatur bei der vorgezogenen Nationalratswahl im Oktober: Sowohl der Ex-Grüne Peter Pilz als auch Team Stronach-Klubobmann Robert Lugar wollen die Öffentlichkeit Anfang kommender Woche wissen lassen, ob und wie sie antreten.

Pilz deklariert sich

Man sei in den Vorbereitungen "wirklich weit", erklärte Pilz am Freitag gegenüber der APA. "Anfang der Woche werden wir entscheiden: geht's oder geht's nicht." Die Entscheidung werde man dann auch "zeitnahe" in einer Pressekonferenz bekanntgeben, kündigte Pilz an.

Anfang nächster Woche will auch Lugar der Öffentlichkeit mitteilen, in welcher Form er kandidieren wird. Seine aktuelle Partei, das Team Stronach, tritt ja nicht mehr an. Neben einer eigenen Liste gäbe es auch die – eher unwahrscheinliche – Variante, dass Lugar bei den Freiheitlichen andocken darf – er kann ja zumindest mit einer Vergangenheit bei der FPÖ (und dem BZÖ) aufwarten. Im Pilz-Projekt spielt er jedenfalls keine Rolle.

Der langjährige Salzburger FPÖ-Politiker Karl Schnell, der mit einer eigenen Liste antreten will, sagte am Freitag, "Lugar ist nicht bei uns".

Schnell hat vor, sich die Kandidatur mittels Unterschriften von zwei ebenso früher blauen Nationalratsabgeordneten sowie Team Stronach-Mandatar Christoph Hagen zu sichern. Darüber hinaus bestehe aber keine Verbindung zum Team Stronach, meinte Schnell. Heißen soll seine Liste jedenfalls "Freie Liste Österreich – FPS (Freie Partei Salzburg, Anm.) Liste Dr. Karl Schnell", Kurzbezeichnung "FLÖ".

Schnell nicht fix Listenerster

Dass er selbst auch Spitzenkandidat sein wird, ist aber nicht fix, betonte Schnell. Wer mit ihm den Versuch wagt, will Schnell im August bekannt geben. Bei ihm hätten sich jedenfalls "viele Bürgermeister und Ärzte" gemeldet. Ansprechen will er "enttäuschte Freiheitliche", aber auch frühere SPÖ- und ÖVP-Wähler. Thematisch bewegt sich der Ex-Blaue zwischen "Bürokratisierungswahn" der EU und Gesundheitspolitik. Dass er damit reüssieren kann, glaubt Schnell durchaus: "Ich glaube, dass es da eine kleine Überraschung geben wird." (APA, 21.7.2017)

  • In den Vorbereitungen sei man "wirklich weit", meint Pilz – kommende Woche will er sich erklären.
    foto: ap/punz

    In den Vorbereitungen sei man "wirklich weit", meint Pilz – kommende Woche will er sich erklären.

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