Nach Alphabay mit Hansa drittgrößter Markt im Darknet offline

    20. Juli 2017, 16:26
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    Internationale Polizeikooperation bringt Ende für Schwarzmärkte – zahlreiche Nutzer ausgeforscht

    Nur eine Woche nach dem anfangs mysteriösen Verschwinden des Alphabay-Marktplatzes ist mit Hansa der nächste große Schwarzmarkt im Darknet offline. Ermittler hätten absichtlich mit der Schließung von Hansa gewartet, um von Alphabay übergelaufene Nutzer ermitteln zu können. Auf den beiden Schwarzmärkten sollen legale Inhalte, aber auch Drogen oder Waffen verkauft worden sein.

    Aufnahmestopp

    Ermittler konzentrieren sich weltweit vermehrt auf Drogenhandel im Darknet. Auch der geplante Bundestrojaner soll österreichischen Ermittlern dabei helfen, hieß es zuletzt. Schon die Schließung von Alphabay hatte Verkäufer wie Käufer vergangene Woche enorm nervös gemacht. Hansa hatte erst vor einer Woche beschlossen, keine neuen User mehr aufzunehmen. Jetzt hat es auch Hansa selbst erwischt.

    Diese gemeinsame Aktion von FBI, der US-Anti-Drogen-Behörde DEA, Europol und der niederländischen Polizei sei eine der ausgeklügeltsten, die jemals gegen kriminelle Online-Aktivitäten geführt wurden, hieß es am Donnerstagnachmittag in einer Aussendung der europäischen Polizeibehörde.

    Gegen Hansa wurde seit 2016 ermittelt und die Infrastruktur in den Niederlanden lokalisiert. Zwei Administratoren wurden in Deutschland festgenommen, Server in den Niederlanden, in Deutschland und in Litauen sichergestellt. Die niederländische Polizei fand zigtausende Adressen ausländischer Kunden. Bei Hansa handelte es sich den Angaben zufolge um die drittgrößte illegale Handelsplattform im Darknet. (APA, red, 20.7.2017)

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      foto: apa/dpa/stein
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