Saudi-Arabien und Verbündete mäßigen gegenüber Katar ihren Ton

20. Juli 2017, 15:16
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"Sechs Prinzipien" statt 13 Forderungen an Golfemirat

New York – Eine Entschärfung der Katar-Krise ist möglicherweise in Aussicht. Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate beharren nicht mehr auf ihren 13 Forderungen gegenüber Katar, sondern mildern diese auf "sechs Prinzipien" ab, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Mittwoch.

Diese sechs Prinzipien umfassen laut Medienberichten unter anderem die Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus, das Vorgehen gegen Terrorfinanzierung, die Einstellung "provokativer Akte" sowie der Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten. Weitere Punkte beziehen sich auf die Beschlüsse verschiedener regionaler Gipfeltreffen, sagten Diplomaten der vier arabischen Länder am Sitz der Vereinten Nationen in New York diese Woche.

Ende Juni hatte die "Anti-Katar-Front" 13 Forderungen an das erdgasreiche Emirat gestellt, darunter die Schließung des katarischen Fernsehsenders Al-Jazeera und die Einschränkung der Verbindungen zum Iran, Saudi-Arabiens Erzfeind. Die Einstellung des Nachrichtensenders dürfte aber nun wieder vom Tisch sein. "Die Aufrufe zur Gewalt müssen aufhören. Wenn dafür die Schließung Al-Jazeeras notwendig ist, fein. Wenn nicht, auch gut", sagte der saudi-arabische UNO-Botschafter Abdullah al-Muallimi. (APA, 20.7.2017)

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