Windows 10: Support für "gestrandete" Rechner wird verlängert

20. Juli 2017, 13:11
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Microsoft verspricht Fixes bis 2023 für Geräte mit "Clover Trail"-CPUs von Intel, allerdings gibt es keine neuen Feature-Updates

Millionen von Geräten, vorwiegend günstige Convertibles und Tablets, die einst noch mit Windows 8 ausgeliefert wurden, können nicht auf die neueste Ausgabe von Windows 10 aktualisieren. Weil es keine aktuellen Plattformtreiber für Intels 2013 und 2014 vermarkteten Prozessoren der "Clover Trail"-Reihe (Atom Z2520, Z2560, Z2580, Z2760) mehr gibt, lässt sich das Creators Update nicht installieren. Wer trotzdem bewerkstelligt es aufzuspielen, muss mit Instabilitäten und heftigen Grafikfehlern rechnen.

Gemeinsam mit Drittherstellern wie Acer hatte sich Microsoft auf die Suche nach einer Lösung für dieses Problem begeben. Denn offiziell läuft der Support für das Anniversary Update, auf dem die betroffenen Geräte "gestrandet" sind, Anfang 2018 aus. Nun hat man sich für einen Kompromiss entschieden, schreibt ZDNet.

Patches bis 2023

Wie der Konzern bekannt gab, wird es auch in Zukunft kein Creators Update oder folgende Feature-Pakete für Windows 10 für die "Clover Trail"-Rechner geben. Allerdings räumt man ihnen eine Ausnahmeregelung in Hinblick auf den Support mit Sicherheits- und Stabilitätspatches ein. Mit diesen werden sie noch rund 5,5 Jahre lang – bis Jänner 2023 – versorgt. Dann endet auch der Support von Windows 8.1.

Für Geräte, bei denen der Hersteller einer "Schlüsselkomponente" die Unterstützung beendet und somit das Einspielen neuer Windows-Updates verunmöglicht, soll nun eine einheitliche Regelung erarbeitet werden. Denn auch nach "Clover Trail" werden weitere Hardware-Plattformen früher oder später von ihren Produzenten nicht mehr mit neuen Treibern versorgt werden. (red, 20.07.2017)

  • Auch das Dell Latitude 10 erhält kein Creators Update.
    foto: dell

    Auch das Dell Latitude 10 erhält kein Creators Update.

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