Wanderer in Obertauern von Kühen attackiert: Mutter und Kind verletzt

20. Juli 2017, 10:27
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Neugeborenes Kalb hatte sich erschreckt – Deutsche Urlauberin und ihr Kleinkind von Viehherde überrannt

Obertauern/Bez. St. Johann im Pongau – Ein Familie mit zwei Kindern aus Deutschland ist gestern, Mittwoch, beim Wandern in Obertauern (Pongau) von Kühen attackiert worden. Die Mutter und ein Kleinkind wurden leicht verletzt. Sie erlitten laut Polizei Hautabschürfungen und Prellungen. Zu dem Vorfall kam es, nachdem sich offenbar ein neugeborenes Kalb erschreckt hatte. Daraufhin gingen einige Kühe auf die Wanderer los.

Jedes Elternteil hatte jeweils eine der beiden Töchter im Alter von vier und eineinhalb Jahren mit speziellen Kindertrage-Rucksäcken am Rücken getragen. Die Urlauber wanderten vom Grünwaldkopfsee in Richtung Bergstation des Grünwaldkopfliftes. An beiden Seiten des Wanderweges weideten Kühe der Rasse Charolais. Als sich das Kalb aus bisher unbekannter Ursache erschreckt hatte, ging die Mutterkuh zunächst auf den Vater der Familie los, wie Polizei-Sprecherin Irene Stauffer erklärte. Seine 31-jährige Frau stellte sich dazwischen und versuchte die Kuh zu verscheuchen. Was zur Folge hatte, dass weitere drei bis vier Rinder der Herde auf die Familie losstürmten.

Wanderer hörten Schreie

Die Frau stürzte zusammen mit ihrer eineinhalbjährigen Tochter, die sie am Rücken trug. Die beiden wurden von den Kühen überrannt. Andere Wanderer hörten die Schreie der Familie und eilten zu Hilfe. Sie brachten die Frau und das Kind aus dem Gefahrenbereich. Die beiden Verletzten wurden im Ärztezentrum Radstadt ambulant versorgt.

Durch die Attacke erlitt die Familie einen Schock. Laut der Polizei-Sprecherin sind auf den Almen in Obertauern Hinweisschilder "Achtung Weidevieh" angebracht. Angaben des Viehbesitzers zufolge sind die Kühe schon öfters auf Almen gewesen. (APA, 20.7.2017)

  • Kühe der Rasse Charolais.

    Kühe der Rasse Charolais.

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