Grüner Krach: Van der Bellen sieht Folgen verabsäumter Reformen

20. Juli 2017, 10:26
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Ex-Grünen-Chef zur Causa Pilz: "Die Entscheidungen am Bundeskongress waren immer unvorhersehbar"

Wien – Bundespräsident Alexander Van der Bellen tun die jüngsten Vorgänge und Spaltungstendenzen bei den Grünen weh. Die Strukturen seiner ehemaligen Partei, die er von 1997 bis 2008 anführte, hätten überarbeitet gehört, sagt der Bundespräsident im Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten". "Bevor ich als Parteivorsitzender zurückgetreten bin, haben wir uns bemüht, die Parteistrukturen mit Experten zu überarbeiten. Das ist mit meinem Rücktritt leider eingeschlafen", sagt Van der Bellen.

Zum vergangenen Bundeskongress, bei dem Peter Pilz von der grünen Basis nicht auf seinen Wunschplatz gewählt wurde, weshalb er nun mit einer eigenen Liste ein Antreten bei der Nationalratswahl antreten könnte, meint Van der Bellen: "Die Entscheidungen des Bundeskongresses waren immer unvorhersehbar. Das haben manche über 30 Jahre lang toleriert, manche sogar für richtig gehalten. Ich habe immer Reformen eingemahnt. Da nichts geschehen ist, kommen überraschende Entscheidungen zustande, bei denen viele im Nachhinein sagen: Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich anders abgestimmt." (APA, 20.7.2017)

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