"Game of Thrones"-Piraterie: HBO verschickt zigtausende Mahnungen

20. Juli 2017, 08:29
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Allerdings hat HBO auch in den vergangenen Jahren keine Gerichtsverfahren gegen Nutzer eingeleitet

Die Premiere der siebenten Staffel von "Game of Thrones" hat auch auf Torrent-Seiten Wellen geschlagen. Über eine Million Nutzer sollen die neue Episode aus illegalen Quellen bezogen haben. Zeitweise beteiligten sich bis zu 250.000 Personen gleichzeitig an der Verbreitung der Folge. Darauf reagierte HBO nun mit zahlreichen Mahnungen. Die Firma IP Echelon, die sich auf die Bekämpfung von Piraterie spezialisiert hat, verschickte im Auftrag von HBO E-Mails an Internetprovider, die sie an ihre Kunden weiterleiten sollen.

Warnung vor Sicherheitsrisiko

In dem Schriftsatz heißt es, dass Nutzer Urheberrechtsverletzungen begehen und außerdem ihre IT-Sicherheit gefährden, da der Download aus unautorisierten Quellen ein Risiko sei. Der Versand dieser Mahnungen ist jedoch vorerst nur Symbolik. Internetserviceprovider sind nicht verpflichtet, die E-Mails an ihre Kunden weiterzuleiten. Ohne richterlichen Beschluss müssen sie HBO auch die Identität der Kunden nicht preisgeben.

Nicht durchgesetzt

Im Unterschied zu anderen Rechteinhaber hat HBO bei "Game of Thrones" in den vergangenen sechs Jahren keine Anzeigen eingereicht, berichtet Torrentfreak. Für den Pay-TV-Sender ist der Erfolg der Serie, der ohne Piraterie wohl nicht so groß wäre, eine gute Werbung; außerdem können über Umwege wie Merchandising Einnahmen lukriert werden. (red, 20.7.2017)

  • Die Lannisters würden sich Piraterie wohl auch nicht gefallen lassen
    foto: ap/sloan

    Die Lannisters würden sich Piraterie wohl auch nicht gefallen lassen

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