Wageningen: Finanzminister und einstiger Fußballruhm

19. Juli 2017, 17:55
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Die Stadt, in der das ÖFB-Team ihr Quartier aufgeschlagen hat ist bekannt für ihre Uni. Prominentester Wageninger ist Jeroen Dijsselbloem. Und einst hatte die Stadt einen großen Fußballklub

Und dann ging es wieder zurück ins Quartier in Wageningen. Die Stadt ist keine Partylocation, das Hotel De Wageningsche Berg schon gar nicht. Am Stadtrand gelegen, quasi mitten im Wald, haben Österreichs Spielerinnen nach dem sensationellen 1:0-Erfolg gegen die Schweiz in Deventer wieder zur Ruhe gefunden. Die Ruhe weg hatten sie schon vor dem EM-Debüt. Wageningen passt quasi perfekt zur Mentalität des Teams.

Knapp 38.000 Einwohner zählt die Stadt in der Provinz Gelderland, 18 Kilometer ist die nächste bekanntere Stadt – Arnheim – entfernt. Bekannt ist Wageningen vor allem für die Universität. An der Hochschule, die auf Lebenswissenschaften spezialisiert ist, gibt es rund 8500 Studenten und 7400 Mitarbeiter.

Das Zentrum ist überschaubar. Der botanische Garten und der jüdische Friedhof zählen zu den Hauptattraktionen der Stadt. Der wohl berühmteste Wageninger ist Jeroen Dijsselbloem: niederländischer Finanzminister und Vorsitzender der Euro-Gruppe.

FC Wageningen ging 1992 pleite

Und einst hatte Wageningen einen ziemlich erfolgreichen Fußballverein – den FC Wageningen. Zweimal (1939 und 1948) gewann der im Jahr 1911 gegründete Klub den niederländischen Cup. Vor 25 Jahren ging er bankrott. Die Heimspiele bestritt der FC Wageningen im Stadion De Wageningse Berg – dort, wo jetzt während der EM Österreichs Teamspielerinnen ihre Trainingseinheiten abhalten.

Die Tribüne macht zwar einen baufälligen Eindruck, aber der Klubraum ist wie neu. Jeden Dienstag treffen sich hier ehemalige Spieler des Klubs. An den Wänden prangen Fotos aus den guten alten Zeiten. Vielleicht kommt nun ein Bild des ÖFB-Teams dazu. (Birgit Riezinger, 19.7.2017)

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    foto: apa/punz
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