Noch nie wurde ein Geldtransporter der Nationalbank überfallen

    19. Juli 2017, 14:13
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    Vor 50 Jahren etablierte sich die Kooperation zwischen dem Innenministerium und der OeNB für den Begleitschutz

    Wien – Seit 50 Jahren werden Geldtransporte der österreichischen Nationalbank (OeNB) vom Innenministerium geschützt. Bisher hat es keinen einzigen Überfall auf einen Transporter gegeben. Die Werttransportfahrzeuge legen jedes Jahr knapp 47.000 Kilometer zurück, eine Strecke, länger als der Äquator, informierte die OeNB am Mittwoch in einer Aussendung.

    Vor nunmehr 50 Jahren etablierte sich die Kooperation zwischen dem Innenministerium und der OeNB für den Begleitschutz von Werttransporten, der in den ersten 35 Jahren ausschließlich durch die Bundesgendarmerie wahrgenommen wurde. Mit der Euro-Einführung im Jahr 2002 verstärkte das Einsatzkommando Cobra den Schutz der Transporte. Heute sind neben der Cobra auch die Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, die Wega sowie das Stadtpolizeikommando Schwechat für den Begleitschutz verantwortlich.

    "Im Durchschnitt werden jährlich 70 Fahrten von Wien aus in die Bundesländer durchgeführt", erklärte OeNB-Direktor Kurt Pribil. Beliefert werden von den schwer gesicherten Transporten regionale Verteilzentren. Die OeNB setzt für die Geldtransporte eigene Werttransportfahrzeuge ein, die inzwischen in der vierten Fahrzeuggeneration verwendet werden. Das neueste Fahrzeug wird OeNB-intern "Mamba" genannt. Also schützt die Cobra eine Mamba, so die Beschreibung der Nationalbank.

    Die Österreicher lieben Bargeld. Sie zahlen häufiger bar und haben auch im europäischen Vergleich mehr Banknoten in ihren Brieftaschen. Im Sinne der Kooperation innerhalb des Eurosystems erfolgt auch die grenzüberschreitende Versorgung Sloweniens und der Slowakei mit Euro-Bargeld durch die OeNB mit ihren schwergewichtigen "Mitarbeitern", hieß es in der Aussendung. (APA, 19.7.2017)

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