Bombendrohung in Ungarn: Zugverkehr nach Wien war eingestellt

19. Juli 2017, 14:04
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Behördliche Sperre auf ungarischem Gebiet wurde nach zwei Stunden aufgehoben

Wien/Budapest – Wegen einer Bombendrohung gegen internationale Züge im ungarischen Bahnnetz ist am Mittwoch der Bahnverkehr zwischen Budapest und Wien für rund zwei Stunden eingestellt worden. Je ein Railjet von und nach Budapest fielen aus. Kurz vor 13 Uhr wurde die behördliche Sperre auf dem ungarischen Staatsgebiet wieder aufgehoben, informierte die ÖBB.

Die ÖBB war zuvor von der ungarischen Staatsbahn MAV informiert worden, dass der Grenzverkehr über den Bahnhof Hegyeshalom einzustellen war. "Dieser Aufforderung sind die ÖBB umgehend nachgekommen, weswegen es bis ca. 12:40 Uhr zu keinen Zugverbindungen zwischen Wien und Budapest gekommen ist", heißt es von der ÖBB auf STANDARD-Anfrage. Die Sperre wurde um 12:40 Uhr wieder aufgehoben. "Alle Verbindungen von und nach Ungarn sind wieder in Takt, es kommt im Fernverkehr jedoch zu Verspätungen."

Betroffen waren sowohl Railjet-Verbindungen nach Budapest als auch der Nahverkehr im Grenzgebiet. Ein Schienenersatzverkehr wurde in Bruck an der Leitha von/bis Nickelsdorf eingerichtet.

Fahrgäste evakuiert

Ein Unbekannter hatte in der Früh die ungarische Polizei angerufen und behauptet, dass auf den internationalen Zügen Bomben platziert worden seien. Die Bahn stoppte daraufhin 18 internationale Züge auf Anweisung der Behörden. Fahrgäste wurden evakuiert, die Waggons durchsucht, berichtete die ungarische Polizei in einer Aussendung. Die ungarische Staatsbahn MAV informierte auf seiner Homepage, dass bis Mitternacht alle aus dem Ausland kommenden Züge von der Polizei durchsucht werden, weshalb mit weiteren Verspätungen gerechnet werden muss. (APA, red, 19.7.2017)

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