Russlands Behörden prüfen Fidget Spinner auf Oppositions-"Hypnose"

    19. Juli 2017, 08:07
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    Trendspielzeug soll auf manipulative Wirkung getestet werden

    Gerüchte über manipulative Kräfte des Trend-Spielzeugs Fidget Spinner haben die russischen Behörden auf den Plan gerufen: Die Verbraucherschutzbehörde kündigte am Dienstag eine Untersuchung über mögliche Gesundheitsgefahren des Fingerkreisels an. Vorausgegangen war ein spekulativer Bericht des russischen Fernsehens, wonach Fidget Spinner anfällig für Botschaften der Opposition machen könnten.

    Das Spiel mit dem Kreisel sei "eine Art von Hypnose", habe "oft einen negativen Effekt auf die Psyche" und mache einen Menschen "anfällig für Manipulation", berichtete der TV-Sender Rossija 24. Es sei "wahrscheinlich kein Zufall", dass die Fingerkreisel auf Kundgebungen der Opposition verkauft würden, hieß es weiter.

    "Aggressive Vermarktung"

    Die Behörde verwies in ihrer Erklärung vom Dienstag auf die "aggressive Vermarktung" des Spielzeugs für Kinder und Jugendliche. Sie habe Wissenschafter mit einer genauen Untersuchung der Auswirkungen beauftragt.

    In sozialen Netzwerken sorgte die Ankündigung für Belustigung. Der Komiker Juri Chowanski schrieb auf Twitter: "Wie testet man das? Sollen tausend Kinder nun tausend Stunden lang tausend Spinner drehen und dann einen Test ablegen?"

    Der Fidget Spinner ist seit Monaten auf einem Siegeszug rund um den Globus und auch schon auf Deutschlands Schulhöfen zum Megatrend geworden. (APA, 19.7.2017)

    • Machen Fidget Spinner empfänglich für Standpunkte der russischen Opposition?
      foto: apa/dpa/stein

      Machen Fidget Spinner empfänglich für Standpunkte der russischen Opposition?

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