Zahl der IKT-Experten in EU auf 8,2 Millionen gestiegen

    18. Juli 2017, 12:12
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    Von 3,0 auf 3,7 Prozent der Gesamtbeschäftigung von 2011 auf 2016 – In Österreich von 3,6 auf 4,2 Prozent erhöht

    Die Anzahl von Fachleuten für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist in der EU 2016 auf 8,21 Millionen angewachsen. 2011 waren es laut Eurostat-Daten vom Dienstag nur 6,38 Millionen. Das ist eine Erhöhung von 3,0 auf 3,7 Prozent der Gesamtbeschäftigung. In Österreich stieg der Anteil von 3,6 auf 4,2 Prozent – von 145.000 auf 178.600 IKT-Experten.

    Den relativ höchsten Anteil an der Gesamtbeschäftigung wies im Vorjahr demnach Finnland mit 6,6 Prozent auf, gefolgt von Schweden (6,3 Prozent), Estland (5,3 Prozent), Großbritannien (5,1 Prozent) und den Niederlanden (5,0 Prozent). Schlusslichter waren Griechenland (1,4 Prozent), Rumänien (2,0 Prozent) sowie Zypern und Lettland (je 2,2 Prozent).

    1,61 Millionen in UK

    In absoluten Zahlen wies Großbritannien die meisten IKT-Fachleute auf (1,61 Millionen). Dann kommen Deutschland (1,54 Millionen) und Frankreich (1,0 Millionen). Am unteren Ende rangieren – auch wegen ihrer Größe bzw. in dem Fall Kleinheit des Landes – Malta (7.100), Zypern (7.900) und Luxemburg 10.800).

    Von 2011 bis 2016 ist der Anteil der IKT-Experten in fast allen 28 EU-Staaten gestiegen. Nur Slowenien (von 3,6 auf 3,5 Prozent) und Luxemburg (von 4,3 auf 4,1 Prozent) mussten ein Minus hinnehmen.

    Frauen sind im IKT-Bereich im EU-Durchschnitt deutlich geringer vertreten (16,7 Prozent) als Männer (83,3 Prozent). Bei der Gesamtbeschäftigung ist die Situation deutlich ausgeglichener (46,1 Prozent Frauen und 53,9 Prozent Männer). Dabei gibt es den höchsten Männer-Anteil bei IKT-Fachleuten in der Slowakei (90,8 Prozent), den niedrigsten in Bulgarien (69,8 Prozent). Österreich liegt mit 82,8 Prozent unter dem EU-Schnitt.

    Im Vorjahr meldeten in der EU 41 Prozent der Unternehmen, die IKT-Experten einstellen wollten, schwer zu besetzende freie Stellen. Dabei liegt Tschechien mit 66 Prozent vorne, gefolgt von Slowenien (63 Prozent) und Österreich (61 Prozent). Am niedrigsten war dieser Anteil in Spanien (17 Prozent), Griechenland (28 Prozent), sowie Polen und Italien (je 31 Prozent). (APA, 18.7. 2017)

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      foto: apa
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