Aufpassen auf Cherno-horch-uh-vitch

Kolumne17. Juli 2017, 19:12
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Manche Namen bei der Frauenfußball-EM sind wirklich fast unaussprechlich. Aber es gibt Abhilfe

Auf der Website der Uefa Women's EURO findet sich allerhand an Statistik. Etwa wer die meisten Teenager im Team hat (Österreich!), welcher Klub die meisten EM-Spielerinnen stellt (Wolfsburg), welche Liga die meisten Spielerinnen stellt (Deutsche Bundesliga). Die jüngste Spielerin des Turniers ist 17 Jahre und sieben Monate alt – die Russin Viktoria Schkoda. Ingrid Hjelmseth könnte ihre Mutter sein, ist aber Norwegens Torfrau.

Im Auftaktspiel gegen die Niederlande (0:1) kassierte die 37-Jährige ein Tor. Hjelmseth ist seit 2003 in Norwegens Team. Aber wie spricht man eigentlich ihren Namen aus? Für Nichtnorwegerinnen ist das keine ganz simple Übung. Auch da bietet die Website Nachhilfe. "Yelm-set" wird Englischsprechenden empfohlen. Die norwegischen Namen hätten einige knifflige Vokale zu bieten, heißt es. "Aber seien Sie tapfer."

Die ganz Mutigen wagen sich sogar an die Aussprache der Namen von Anja Sønstevold ("Sawnst-u-vold") und Stine Pettersen Reinås ("Rain-oss") heran. Obwohl aus derselben Sprachfamilie wie das Englische, ist die Liste der Aussprachhilfen für das Team der Niederlande besonders lang. Der Vokal-Klang nämlich unterscheide sich vom Englischen, speziell bei den Doppelvokalen aa, ee und oo.

Lineth Beerensteyn möge man bitte "Bay-ren-stine" aussprechen, Sari van Veenendaal "Vain-en-dal" und Kelly Zeeman "Zayman". Österreich spielt heute unter anderen mit mit "Ash-our" (Aschauer) und "Fire-zinger" (Feiersinger). Sollte aussprechbar sein. Bleibt aus englischer wie aus österreichischer Sicht zu hoffen, dass sich die Schweizerin "Cherno-horch-uh-vitch" (Crnogorcevic) nicht zu oft in Szene setzt. (Birgit "Re-tsinger", 17.7.2017)

  • Ein Albtraum für Kommentatoren: Ana-Maria Crnogorcevic.

    Ein Albtraum für Kommentatoren: Ana-Maria Crnogorcevic.

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