Wieso ein Roboter-Mädchen bei Merkur Witze erzählt

17. Juli 2017, 11:56
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Merkur testet ein neues Marketing-Tool. Das Robotermädchen Pepper soll informieren und unterhalten

Wien – Der zur Rewe-Gruppe gehörende Merkur-Markt hat ein neues Marketing-Tool. Neuerdings werden drei humanoide Roboter in zwei wechselnden und einem fixen Merkur- Markt platziert.

foto: apa/neubauer
Pepper ist weiblich, auch wenn das auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist.

Dort begrüßen sie laut Unternehmen Kunden, informieren über Neuigkeiten, Aktionen und Rabatte, erzählen Witze oder legen auch mal ein Tänzchen aufs Parkett.

Der Name des Roboters: Pepper. Sein Geschlecht: weiblich. Das Roboter-Mädchen misst 120 Zentimenter, wiegt 29 Kilogramm und hat große, sich farblich verändernde Kulleraugen. 20 batteriebetriebene Motoren halten es bis zu zwölf Stunden auf Zack.

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Pepper darf man auch "betouchen", muss es sogar, wenn man mehr wissen will.

Auf der Brust trägt Pepper einen Touchscreen, auf dem man Eingaben tätigen und Informationen abrufen kann. Mithilfe der eingebauten Mikrofone, HD-Kameras und Sensoren sei es dem kleinen Roboter möglich, auf sein menschliches Gegenüber zu reagieren, so Merkur.

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Pepper lernt nicht von selbst, sondern muss programmiert werden.

Pepper ist demnach keine künstliche Intelligenz, sondern muss immer wieder neu programmiert werden. Zuständig dafür ist das deutsch-österreichische Start-Up Humanizing Technologies.

Merkur ist nicht das erste Unternehmen, das den "Pepper"-Roboter einsetzt. Beim Landesenergieversorger Salzburg AG etwa empfängt er seit Anfang Juli Personal und Kunden. Weltweit sind laut Dimitrios Prodromou von Humanizing Technologies über 1.000 "Peppers" permanent im Einsatz, Vorreiter in Europa sei Frankreich. In französischen Carrefour-Märkten gebe es um die 30, bei Renault über 100. Auch auf Aida-Kreuzfahrtschiffen sind die Roboter schon länger unterwegs und beantworten in verschiedenen Sprachen häufig gestellte Fragen der Urlauber.

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Das Einsatzgebiet für die Roboter wird größer. Im Herbst startet ein Pilotprojekt in der Altenpflege.

Im Oktober soll hierzulande ein zweijähriges Projekt starten, indessen Rahmen der Roboter in der Altenpflege, etwa bei Demenzkranken im Frühstadium, getestet wird. Zum Einsatz kommen soll der Plastikroboter sowohl in Altersheimen als auch bei alleinlebenden Menschen. "Pepper" soll zum Beispiel Gymnastikübungen vorführen oder für Gehirnjogging, zum Beispiel Memory spielen, verwendet werden. Denkbar wäre auch eine Erinnerungsfunktion für die Einnahme von Medikamenten oder für regelmäßiges Trinken.(APA/red, 17.7.2017)

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