Rezept: Sundae Ice Cream

    Ansichtssache19. Juli 2017, 12:00
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    Softeis, serviert in einem Waffelbecher, mit Sirup beträufelt und mit Nüssen bestreut

    Die meisten von uns kennen dieses Eisdessert wahrscheinlich von der bekannten Fast-Food Kette, dabei werden Sundaes bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts in den USA serviert. Ein Sundae besteht aus einer oder mehreren Kugeln Vanilleeis, das mit diversen Sirupen und Saucen beträufelt und mit anderen Toppings wie gehackten Nüssen oder Früchten bestreut wird.

    Oft bestehen Sundaes nicht aus herkömmlichen Eiskugeln sondern werden mit "soft serve" also Softeis zubereitet. Dieses weichere Eis wird nicht so stark gekühlt und enthält einen höheren Anteil an Luft. Ich habe mich, wie weiter unten zu sehen, an einer Art Softeis versucht – kann diese Methode ohne Verwendung einer Eismaschine aber nicht unbedingt empfehlen. Schon gar nicht bei Temperaturen von mehr als 30 Grad in der Wohnung. Man denke, ich hätte bei der Zubereitung der Ice Cream Cookies vergangenen August etwas gelernt.

    Die Sundaes mit herkömmlichen Eiskugeln waren eindeutig meine Favoriten. Für das Vanille-Eis habe ich die einfachste Variante der Zubereitung verwendet, die ich kenne und die dennoch ein cremiges Eis als Ergebnis hat – ohne Eismaschine und ohne Eier. Natürlich eignet sich auch gekauftes Vanilleeis. Das Topping habe ich mit einer Karamell- und Schokoladensauce und gehackten Nüssen klassisch gehalten. Die Zubereitung von Karamell ist für Anfänger oft etwas heikel, mit der Wassermethode unten funktioniert aber auch das ziemlich einfach. Wichtig ist, einen Topf zu wählen der relativ groß und hoch ist. Das fertige Karamell wird auf dem Eis zwar fester, bleibt aber zähflüssig. Die Schokoladenglasur wird, wenn sie über das Eis geträufelt wird, binnen Sekunden fest, und ergibt eine knackige Schokoladenkruste.

    foto: ursula schersch

    Vanille Eis

    200 g gesüßte Kondensmilch
    250 ml Schlagobers
    1 EL Vanilleextrakt oder ½ Pkg. Vanillezucker

    Für das Vanilleeis das Schlagobers mit dem Vanille-Extrakt bzw. dem Vanillezucker nicht allzu steif aufschlagen (weiche Spitzen).

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    foto: ursula schersch

    Kondensmilch in eine mittelgroße Schüssel leeren und ein Drittel des Schlagobers mit einem Gummispatel unterheben/einrühren, bis beide Massen gut vermengt sind. Das restliche geschlagene Obers vorsichtig unterheben.

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    foto: ursula schersch

    Hier habe ich die Eismasse in zwei Gefrierbeutel gefüllt und für 3,5 Stunden gefrieren lassen. Anmerkung: Wesentlich besser ist es jedoch die Masse in eine Plastikdose mit Deckel (oder Ähnliches) zu füllen und 4–6 Stunden oder über Nacht in den Gefrierschrank zu stellen, bis die Masse fest ist.

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    foto: ursula schersch

    Karamellsauce (für ca. 300 ml)

    100 ml Wasser
    200 g Kristallzucker
    250 g heißes Schlagobers
    1/4 TL Salz

    Wasser und Zucker in einem mittelgroßen, relativ hohen Topf erhitzen. Sobald das Zuckerwasser zu kochen beginnt, kurz umrühren und dann ohne Rühren rund 10 Minuten köcheln lassen. Der Zucker beginnt langsam zu karamellisieren. Bei ungleichmäßiger Bräunung den Topf vorsichtig schwenken (nicht rühren).

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    foto: ursula schersch

    Sobald eine Bernsteinfarbe erreicht ist, den Topf vom Herd nehmen und die Hälfte des heißen Schlagobers einrühren. Die Masse sprudelt und steigt auf mindestens das dreifache Volumen auf. Sobald sich das Karamell etwas beruhigt hat, unter Rühren das restliche Obers einrühren.

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    foto: ursula schersch

    Die Karamellmasse erneut erhitzen, salzen und 2 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, ganz kurz unter Rühren etwas abkühlen lassen und in ein Glas füllen.

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    foto: ursula schersch

    Schokoladeglasur

    90 g zartbittere Schokolade (hier ca. 50 % Kakaoanteil), grob gehackt oder Drops

    30 ml (3 EL) zerlassenes Kokosfett

    Die zerkleinerte Schokolade gemeinsam mit dem Kokosfett über dem Wasserbad, in der Mikrowelle oder in einem kleinen Topf bei sehr geringer Hitze schmelzen.

    Die Schokolade vor Verwendung etwas abkühlen lassen. Sie bleibt bei Raumtemperatur flüssig.

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    foto: ursula schersch

    Außerdem:

    Eisbecher aus Waffelteig
    Gehackte Nüsse zum Bestreuen (hier: geröstete, ungesalzene Erdnüsse)

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    foto: ursula schersch

    Versuch 1 mit der Gefrierbeutelmethode:

    Die Eismasse (Bild 3) in zwei Gefrierbeutel füllen. Nach 3,5 Stunden war die Eismasse gefroren. Ich habe eine Ecke abgeschnitten, doch leider ließ sich die Masse nur sehr schwer in die Waffeln füllen (entweder zu fest oder zu flüssig). Sobald die Masse kurz im Gefrierbeutel antaut (warme Hände), wird sie stellenweise flüssig, und macht ein Befüllen fast unmöglich. Einmal in die Waffelbecher gefüllt, schmilzt das Eis binnen Sekunden. Fazit: Nicht empfehlenswert.

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    foto: ursula schersch

    Versuch 2 mit Spritzsack:

    Das Eis anstatt wie in Bild 3 in eine Plastikdose mit Deckel füllen und 4–6 Stunden gefrieren lassen.

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    foto: ursula schersch

    Mit einem Eisportionierer in einen Spritzbeutel füllen und in die Waffelbecher füllen und mit Karamell- und Schokoladensauce träufeln.

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    foto: ursula schersch

    Fazit: funktioniert ganz gut, das Eis ist aber sehr weich und schmilzt relativ schnell.

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    Versuch 3 mit Eiskugeln:

    Das Eis anstatt wie in Bild 3 in eine Plastikdose mit Deckel füllen und 4–6 Stunden gefrieren lassen. Mit einem Eisportionierer Kugeln in die Waffelbecher füllen. Diese mit Karamell- und/oder Schokoladensauce beträufeln und mit gehackten Nüssen bestreuen. Fazit: mit Abstand die beste Methode. Der Sundae ist stabil und schmilzt nicht sofort. Eindeutiger Testsieger.

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    foto: ursula schersch

    Alle Zutaten zu einem Sundae zusammenstellen: das Eis kurz bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank antauen lassen. Die Waffelbecher mit Eiskugeln füllen und Karamell- und/oder Schokosauce darüber träufeln. Mit Nüssen bestreuen.

    Gutes Gelingen! (Ursula Schersch, 19.7.2017)


    >>>Das Rezept zum Ausdrucken

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