Inflationsrate stabil, Gastronomie ist Preistreiber

17. Juli 2017, 09:53
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Nahrungsmittelpreise und Mieten sind weiter gestiegen. Sprit spielt nur mehr eine geringe Rolle

Wien – Der tägliche Einkauf war im Juni deutlich teurer als vor einem Jahr: Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen und den Kaffee im Kaffeehaus enthält, erhöhte sich um 3,8 Prozent, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Der Miniwarenkorb, der den Wocheneinkauf abbildet und auch Dienstleistungen und Sprit enthält, war um 2,1 Prozent teurer.

Teure Gastro

Die Inflation für den täglichen Einkauf war mit 3,8 Prozent höher als der Anstieg des Verbraucherpreisindex (1,9 Prozent) und auch höher als im Mai (revidiert 3,2 Prozent). In der Ausgabengruppe Restaurants und Hotels stiegen die Preise durchschnittlich um 2,9 Prozent, ausschlaggebend waren teurere Bewirtungsdienstleistungen (+3,0 Prozent). Beherbergungsdienstleistungen kosteten 1,2 Prozent mehr.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich durchschnittlich um 2,3 Prozent, dabei stiegen die Nahrungsmittelpreise um ebenfalls 2,3 Prozent. Mehr kosteten unter anderem Milch, Käse und Eier (+4,3 Prozent), Fleisch (+1,8), Fisch (+10,2), Brot und Getreideerzeugnisse (+1,4) und Gemüse (+0,6). Obst war um 0,9 Prozent billiger. Alkoholfreie Getränke kosteten 2,0 Prozent mehr. Kaffee war um 3,8 Prozent teurer.

Höhere Mieten

Die Ausgaben für Verkehr stiegen um durchschnittlich 1,5 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren Flugtickets ins Ausland, die im Juni um mehr als ein Viertel (26,4 Prozent) teurer waren. Die Treibstoffpreise, die sich im Mai noch um 5,0 Prozent erhöht hatten, stiegen im Juni nur noch um 0,5 Prozent.

Wohnungsmieten waren um 4,2 Prozent teurer. Die Instandhaltung von Wohnungen kostete durchschnittlich 2,0 Prozent mehr. Haushaltsenergie verbilligte sich um 2,2 Prozent. Gesunken sind vor allem die Preise für Strom (-5,5 Prozent). Billiger waren auch Gas (-1,3) und Heizöl (-0,3), das im Mai noch um 7,2 Prozent teurer war als vor einem Jahr.

Billige Kleidung dank Sommerschlussverkauf

Die Preise für Freizeit- und Kulturdienstleistungen stiegen um 2,4 Prozent. Pauschalreisen waren durchschnittlich um 3,6 Prozent teurer.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Juni gegenüber Mai um 0,1 Prozent. Hauptpreistreiber im Monatsabstand waren saisonbedingt teurere Pauschalreisen (+9,1 Prozent). Hauptpreisdämpfer war angesichts des beginnenden Sommerschlussverkaufs die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe", wobei sich Bekleidung um 3,4 Prozent verbilligte. Schuhe kosteten 1,5 Prozent weniger. (APA, 17.7.2017)

  • Preistreiber sind Bewirtungsdienstleistungen, gefolgt von Nahrungsmitteln und Mieten.
    foto: apa /afp / miguele medina

    Preistreiber sind Bewirtungsdienstleistungen, gefolgt von Nahrungsmitteln und Mieten.

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